Thamm lobt Mannschaft für ihren Charakter –
am Samstag nach Siegen

19.11.2021
msc
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Am morgigen Samstag reist der TuS Ennepetal für sein zwölftes Spiel der laufenden Oberliga-Saison nach Siegen. Angestoßen wird die Partie um 14:30. Nach dem 2:2 am letzten Spieltag gegen Hamm soll nun wieder dreifach gepunktet werden. Wieder musste jedoch ein 0:2-Rückstand spät ausgebügelt werden und für Außenstehende mag es so wirken, als machen sich alte Muster erkennbar. TuS-Trainer Alexander Thamm sieht es etwas anders: „Intern kritisieren wir eigentlich viel mehr nach gewonnenen Spielen. Aber genau vor diesen Warnschüssen waren wir halt. Es ist halt einfach enorm nervig, immer einem Rückstand hinterherzulaufen“, erklärt Thamm. Er betont, dass seine Truppe seit seinem Amtsantritt durchgehend Charakter zeige und sich nie hängen lasse, dafür gäbe es genügend Beispiele. Jetzt gelte es, die ganz einfachen Sachen gut zu machen, Unkonzentriertheiten sowie individuelle Fehler zu vermeiden. Wo der Verein eigentlich stehen könnte interessiert ihn nicht, denn Fußball werde nicht im Konjunktiv gespielt. Trotzdem ist Fußball ein Ergebnissport und gerade jetzt, wo die Saison so gestaucht und in zwei separate Hälften unterteilt ist, geht der TuS Ennepetal in jedes Spiel mit dem Ziel, zu gewinnen.

Platz 10 weiterhin als Ziel

So auch morgen gegen die Sportfreunde aus Siegen. Die Siegener stehen mit zwölf Spielen und 18 Punkten auf Rang neun. Der TuS mit einem Spiel weniger und 15 Punkten auf dem elften Platz. Die Ennepetaler haben es also erneut selbst in der Hand, mit dem Gegner gleichzuziehen und sich unter den ersten zehn Plätzen der Tabelle zu platzieren. Trainer Alex Thamm bleibt gelassen: „Ich will da jetzt keinen unnötigen Druck aufbauen.“ Es gibt zwar nur eine Hinrunde, die über den weiteren Verlauf der Liga entscheidet, in dieser sind aber trotzdem noch viele Punkte zu holen. Thamm formuliert es klar. Ein direkter Konkurrent wie Siegen sei etwas Schönes; diese Spiele werde es jedoch so gut wie immer geben, da die Liga so eng sei. Es liege immer in der eigenen Hand, ob man sich nach oben oder unten absetzt, der Anspruch der Ennepetaler sei es, in jedem Spiel als Sieger vom Platz zu gehen. Tabellarische Situationen kommen dann von alleine.

Siegen hat immer „irgendwo den Anspruch, in den Profifußball zurückzukehren“

Siegen ordnete sich in den letzten Jahren stetig im Mittelfeld der Oberliga ein. Eine Einschätzung des Gegners erscheint für Alex Thamm schwierig: „Auch Siegen macht eine gewisse Fluktuation durch. Sie haben vor Beginn der Saison sehr viel auf dem Transfermarkt gemacht.“ Die Mannschaft hat ein neues Gesicht und ist nicht mehr mit jener zu vergleichen, die man im September vergangenen Jahres noch mit 2:1 besiegt hat. „Fakt ist, in Siegen gibt es irgendwo immer den Anspruch, wieder in den Profifußball zurückzukehren. Alleine wenn ich daran denke, in was für einem Stadion wir da am Samstag spielen werden“, beschreibt Thamm. In Siegen ist der Profifußball noch nicht so lange her. Siegens Ansprüche stellt Thamm jedoch zurück, sein Anspruch ist klar.

Gerding und Brauer fallen aus – Enzmann wieder im Mannschaftstraining

Personell muss der TuS Ennepetal einige Rückschläge hinnehmen. Neben Florian Gerding, Linus Frölich und Adrian Schneider, die alle dieses Jahr nicht mehr vor den Ball treten werden, ist nun auch Hendrik Bauer mit einer muskulären Verletzung für unbestimmte Zeit raus. Somit fallen vier Säulen weg – Thamm hebt jedoch hervor, dass er trotzdem einen richtig guten 18er-Kader zur Verfügung hat und formuliert daher auch so klar seine Ziele gegen Siegen. Dazu kehrt Deniz Yasar nach einer Gelbsperre zurück und auch Leon Enzmann ist in dieser Woche wieder ins Training eingestiegen. Auch wurde die Mannschaft unter der Woche durch ein paar Spieler der spielfreien A-Jugend verstärkt: „Die A-Jugend macht das momentan sehr gut. Sie haben am Wochenende selbst keinen Wettkampf, von daher hat sich das angeboten. So war auch die Absprache vor der Saison, dass Leute, die es gut machen, auch belohnt werden“, so Thamm. Er ist immer ein Freund davon, Jungs aus der eigenen Jugend eine Chance zu geben. Diese brauchen jedoch viel Geduld. Als Paradebeispiel nennt er Linus Frölich. Dieser ist mittlerweile im dritten Jahr und war laut Thamm am Anfang weit entfernt davon, einen Anspruch auf einen Oberliga-Platz zu haben. Diesen Anspruch hat er sich aber hart erarbeitet. Mit dieser Mentalität gilt es jetzt, am Samstag nach Siegen zu fahren. (kumpi)

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