Fördermittel für Sanierung des Bremenstadions

23.04.2021
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Laufbahn und weitere Leichtathletikanlagen (siehe Halbkreise) werden saniert. Neu angelegt mit Bewegungselementen wird die Fläche zwischen den Fußballplätzen (oben links) Foto: Foto: Jens Pommerenke / Montage: Wiebke Rübel / WP

Das Ennepetaler Bremenstadion wird saniert und zur Mehrgenerationenanlage ausgebaut. Das Land hat Fördermittel in Höhe von 739.000 Euro bewilligt.

Bei der Stadt Ennepetal als Eigentümer und dem TuS Ennepetal als Betreiber herrscht große Freude: Das Bremenstadion kann saniert und zu einer Mehrgenerationensportanlage ausgebaut werden. Das Land hat Fördermittel aus dem „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ in Höhe von 739.000 Euro bewilligt. 82.000 Euro muss die Stadt als Eigenanteil beisteuern. Damit können die nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt nutzbaren Leichtathletikanlagen von Grund auf erneuert werden. Darüber hinaus soll eine Sport- und Spielfläche für alle Generationen angelegt werden.

„Einer Realisierung des Projekts steht nun nichts mehr im Wege“, betonte Michael Schmidt, Leiter des zuständigen Fachbereichs Jugend, Bildung und Soziales der Stadt. Die Arbeiten würden zum Teil noch in diesem Jahr, überwiegend aber 2022 erfolgen. Schmidt nannte die Zusammenarbeit von Stadt und Verein bei der Planung des Vorhabens und der Vorbereitung des Förderantrags beispielhaft. So hatten die TuS-Verantwortlichen eine ausführliche Bestandsaufnahme für das gesamte Stadion vorgenommen. Im Hinblick auf das Förderprogramm hatten sie dann gemeinsam mit der Abteilungsleiterin Sport, Bianca Euteneuer, das Projekt ausgearbeitet. Die Maßnahme besteht aus zwei Bausteinen.

Bewegungselemente

Um die Anlagen im Bremenstadion zu ergänzen und zu einer Mehrgenerationenanlage zu erweitern, ist eine Freifläche mit Bewegungselementen geplant. Diese Fläche soll am kleinen Gebäude zwischen den beiden Fußballplätzen entstehen. Auf einer Seite des Gebäudes soll eine neue Outdoorfitness-Anlage errichtet werden, auf der anderen Seite eine Spielkombination für Kinder. Die Details für die Ausgestaltung werden noch erarbeitet, im Förderantrag genannt sind Hindernislauf, Hüpfsteine, Balancierbalken und eine umfangreichere Fitnesskombination sowie für die Kinder eine Rutsche, Kletternetz und Rutschstange. Das seien Angebote, die sich an alle Generationen richten, betont Bianca Euteneuer, „nicht zuletzt auch an Kinder, deren Eltern oder Großeltern gerade Lauftraining machen.“ Die Fläche soll noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden.

Leichtathletikanlagen

Die Laufbahn um den Naturrasenplatz herum ist nicht mehr nutzbar. Auch die Anlagen für Diskuswerfen, Kugelstoßen, Speerwurf und Hochsprung sind in keinem guten Zustand. Daher sollen sie komplett erneuert werden. Es wird eine Kunststoffbahn mit vier Bahnen geben. Auch die beiden Halbkreise mit den weiteren Anlagen werden einen Kunststoffbelag erhalten. Neben den Bereichen für die Leichtathletik ist auch vorgesehen, ein kleines Multifunktionsspielfeld zu schaffen, das nicht zuletzt für verschiedene Ballsportarten nutzbar ist. „Es muss alles abgetragen und eine neue Drainage angelegt werden“, erklärt Bianca Euteneuer. Um den hoffentlich bald wieder startenden Fußballbetrieb nicht zu beeinträchtigen, sollen die Arbeiten in dem Bereich in der Sommerpause 2022 durchgeführt werden.

Mit den Planungen werde man beginnen, sobald der Zuwendungsbescheid eingetroffen sei, so Bianca Euteneuer. Sie betont, dass die Gestaltung der Freifläche unter Beteiligung möglicher Nutzer geplant werden solle.

Bianca Euteneuer sagt, dass von Seiten des TuS Ennepetal „ganz viel Herzblut“ in das Projekt gesteckt worden sei. Der Vereinsvorsitzende Dr. Michael Peiniger hebt hervor, dass TuS-Geschäftsführer und Nachhaltigkeitsbeauftragter Dr. Uwe Bau sich sehr darum verdient gemacht habe. Peiniger meint, dass der Verein in den vergangenen 20 Jahren für das Bremenstadion, das in seiner jetzigen Form mit dem Rasenplatz 1970 eingeweiht wurde, schon einiges erreicht habe. So habe man 2008 den Kunstrasen bekommen, der Medientower sei durch gemeinsame finanzielle Anstrengungen von Verein und Stadt entstanden und der kleine Bolzplatz mit privaten Mitteln angelegt worden. Zudem wurde in Eigenregie das Vereinsheim gebaut.

„Unser großer Traum war, auch die Nutzflächen zu erneuern“, so Peiniger. Das sei nun mit Hilfe des Förderprogramms zu einem großen Teil umsetzbar – „weil pandemiebedingt eine gewisse Dynamik reingekommen ist.“ Das Sportstättenförderprogramm war nämlich vor dem Hintergrund der Corona-Krise als eine Art Konjunkturpaket aufgelegt worden. Peiniger ergänzte, dass es auch beim TuS mit einem jungen Team im Vorstand eine neue Dynamik gebe. Und nicht zuletzt habe man bei der Stadt sehr intensiv an dem Förderantrag gearbeitet.

Dass die Fördermittel bewilligt worden seien, habe sicher auch mit dem großen Nutzerkreis des Bremenstadions zu tun, erklärte Bianca Euteneuer. Die umliegenden Grundschulen würden das Stadion ebenso nutzen wie das Berufskolleg EN. Dessen Schüler, die das Sportabitur machen, hätten sonst immer zum Dorma-Sportpark fahren müssen. Angelika Peiniger, Ehefrau des TuS-Vorsitzenden und Schaltzentrale des Vereins, sagte, dass man bei der Bestandsaufnahme für das Stadion etwa 2200 Nutzungseinheiten pro Woche ermittelt habe – davon 1200 durch den Fußball und 900 durch die Schulen.

In diesem Jahr hätte der TuS Ennepetal seinen 110. Gründungstag feiern können, wenn Corona dem nicht entgegen stehen würde. Dafür wolle man im kommenden Jahr den 111. Geburtstag feiern, so Michael Peiniger. Dann soll die neue Vision „TuS 2030“, die derzeit erarbeitet werde, vorgestellt werden. Ein kräftig aufpoliertes Bremenstadion passt da gut hinein.


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