Ennepetal trifft auf starke Abwehr

17.11.2018
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Tim Dosedal (r.) wird wohl nicht spielen (Foto: MiSch / Westfalenpost)

Souveräner Westfalenliga-Meister und Aufsteiger Holzwickede zu Gast im Bremenstadion. Der Einsatz von Tim Dosedal ist unwahrscheinlich.

Sind die Karten bei dieser Begegnung der Fußball-Oberliga eindeutig verteilt? Wenn der Tabellenvierte TuS Ennepetal den Aufsteiger, souveränen Westfalenliga-Meister sowie Siebte Holzwickeder SC am Sonntag empfängt? „Auf keinen Fall. Das wird für uns ein hartes Stück Arbeit“, so Franz Terkelj, Co-Trainer der gastgebenden Klutertstädter.

Firart trifft für Schalke II

Es wundert nicht wirklich, dass Terkelj mit der Meinung von Trainer Alexander Thamm übereinstimmt, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann – eine Ausnahme bildet der aktuelle Spitzenreiter FC Schalke 04 II, der am Mittwoch auch RW Ahlen besiegte hat. Beim 3:1 (0:1) traf übrigens der ehemalige Ennepetaler Berkat Firat mit seinem zweiten Saisontor zum 1:1-Ausgleich. So genießen also auch die Gäste allerhöchsten Respekt.

„Holzwickede hat eine riesen Qualität – insbesondere im Angriff“, weiß Terkelj. Dabei muss das defensive Augenmerk der Ennepetaler insbesondere auf Nico Berghorst und auf Sebastian Hahne gerichtet werden. „Beide sind ausgesprochen gefährlich und werden von einem kompakten Mittelfeld gefüttert“, sagt Franz Terkelj. Allein Berghorst hat bisher fünfmal getroffen.

Prunkstück der Gäste ist allerdings die Abwehr. Insbesondere die Innenverteidigung. „Da sind große und robuste Leute. Da kommt man schwer durch“, konnte Terkelj beobachten. Dahinter gibt es einen bärenstarken Keeper Malte Hagemann. Die Statistik unterstreicht seine Auffassung, denn bei lediglich 16 kassierten Toren gibt es in der Oberliga nur vier Mannschaft, die eine bessere defensive Bilanz haben. Darunter übrigens auch der TuS Ennepetal (14 Gegentreffer) sowie ASC Dortmund (14), Haltern (11) und Schalke II (8).

Statistisch schwacher HSC-Angriff

Übrigens sagt die Statistik auch aus, dass Holzwickede einen eher weniger effektiven Sturm hat – mit mageren 18 selbst geschossenen Treffer. Nur Siegen (17), Hamm (17), Schermbeck (16), Herne (15) und Gütersloh (13) sind schlechter.

Doch all diese Statistik gilt nicht viel im Ennepetaler Lager. Eher die taktische Ausrichtung, wie gegen eine derart kompakte Abwehr anzugehen ist, interessiert. Und auch mit welchem Personal. Doch erst nach dem Abschlusstraining wird sich herausstellen, wen Alexander Thamm zum Anpfiff aufs Feld schicken wird. Klar dürfte allerdings auch sein, dass die Ausrichtung offensiv sein wird. Mit den schnellen Spielern über die Außen zu versuchen, die starke Innenverteidigung zu knacken.

Diagnose steht noch aus

Personell stehen fast alle Spieler zur Verfügung. Mit einem Einsatz von Kapitän Abdulah El Youbari ist seit Wochen nicht zu rechnen; auch nicht am Sonntag. Tim Dosedal wird wohl auch nicht zur Disposition stehen. Zumal seine Verletzung am Oberschenkel diese Woche kein Training zugelassen hat. Auch die endgültige Diagnose steht noch aus. „Wir wissen nicht, ob es eine Muskelverhärtung ist. Schlimmstenfalls ist es ein Faserriss“, so Terkelj. „Wir werden das zu kompensieren wissen. Wir haben einen starken und breit aufgestellten Kader.“ Und Alexander Thamm ergänzt: „Wir wollen mit diesem 15. Spieltag die 30-Punkte-Grenze erreichen. Dazu ist ein Sieg für uns nötig.“

Klarer Sieg im Kreispokal unter der Woche

Bereits am Dienstag konnte sich der TuS mit 7:1 beim FC Gevelsberg-Vogelsang im Kreispokal durchsetzen. Nur zu Beginn konnte der A-Ligist aus Vogelsang auf der heimischen Anlage mit dem Oberligisten mithalten. Beim TuS gönnte Trainer Alexander Thamm einigen in den letzten Wochen stark beanspruchten Kräften eine Pause, so konnten sich Spieler die zuletzt weniger zum Zug kamen etwas Spielpraxis holen. So wie beispielsweise Dylan Oberlies. Der Stürmer kam in den letzten drei Oberliga-Partien lediglich 17 Minuten zum Einsatz, zeigte gegen Vogelsang aber nun sein ganzes Leistungsvermögen – gleich drei Treffer gelangen dem 20-Jährigen. Immerhin konnte der Außenseiter nach acht Minuten durch Veysel Acikgöz zwischenzeitlich ausgleichen, ehe Ennepetal uneinholbar davon zog und den Einzug in das Achtelfinale locker erreichte.

Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis

Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.

Autor: Heinz-G. Lützenberger

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