Der lange Weg aus der Jugend in die Senioren

von Lukas Brechtefeld

Aus unserer letztjährige U19 sind zunächst Leon Glania, Edin Krasniqi, Linus Frölich, Mirnes Sabic und Berke Tombul in unseren Seniorenbereich – also U23 und erste Mannschaft – übernommen worden. Alle erhielten die Chance, sich in der Vorbereitung bei der ersten Mannschaft unserem neuen Trainer Alexander Thamm zu zeigen. Von Berke Tombul hat sich der Verein getrennt. Linus Frölich, Mirnes Sabic und Leon Glania sind nun Bestandteil des Oberliga-Kaders, Edin Krasniqi gehört der U23 an.

Linus Frölich hat fast die ganze Jugend über bei BW Voerde gespielt. Bei ihm stand lange der Spaß und das Spielen mit seinen Freunden im Vordergrund. Dann aber bekam er einen neuen Trainer, der ihn dazu gebracht hat, nach höheren Zielen zu streben. „Ab der B-Jugend hatte ich einen neuen Trainer, dem habe ich es zu verdanken, dass ich motiviert war, höher zu spielen“, so Linus. In seinem letzten Jahr bei BW hat er in der A-Jugend als Jungjahrgang in der Kreisliga B gespielt. Dort wurde er mit einem Team letztendlich vierter. „Für mich war es nach dieser Saison die letzte Möglichkeit, in der Jugend nochmal höher zu spielen“, erklärt er, sagt, dass er schon vorher mit dem Gedanken gespielt habe, nach Ennepetal zu wechseln. Also ging er zu dem Probetraining unserer U19 und wurde angenommen.

„Dass ich bei Ennepetal gelandet bin, war purer Zufall und Glück“, beschriebt Mirnes Sabic, wie er nach Ennepetal gekommen ist. Vorher lauteten seine Stationen Wetter, Witten und Sprockhövel. Dann habe ein Freund von ihm vorgeschlagen, nach Ennepetal zu gehen, erzählt er. Mirnes selber hat nicht damit gerechnet, es zu schaffen, wurde aber von unserem damaligen U19-Trainer Dirk Werning in die U19 aufgenommen. „Am Anfang war es schwer bei meinen neuen Verein“, schildert Mirnes, so hat er in den ersten Monaten in der Landesliga fast nur auf der Bank gesessen. Außerdem war die erste Saison nicht erfolgreich, endete schließlich auch mit dem Abstieg in die Bezirksliga. „Ich brauchte Zeit, um hereinzukommen. Ich habe kaum gespielt. Als dann Apo im Winter Dirk als Trainer abgelöst hat, habe ich regelmäßig gespielt. Auch in der darauffolgenden Saison habe ich unter Apo fast immer gespielt“, erklärt er.

„Ich wollte zuerst einmal bei der U19 mittrainieren“, erklärt Linus seine ersten Ziele und erklärt, dass er abwarten wollte wie sich alles entwickelt, „zur Not hätte ich in der A2 gespielt, um mich darüber für die U19 zu empfehlen“, erzählt er weiter. Aber schon ab der Vorbereitung hat Linus regelmäßig gespielt, hat sich zum Stammspieler entwickelt. Im Winter wurde das Kapitänsamt neu vergeben. Neuer erster Kapitän wurde Linus. Damals hat Apo das auch mit Linus Einstellung begründet, denn selbst als er verletzt war, ist er mit zu den Auswärtsspielen gefahren, um die Mannschaft zu unterstützen. „Im Unterschied zu Voerde stand in Ennepetal der Fußball mehr im Fokus. Bei Voerde ging es mehr um Spaß“, beschreibt er seine ersten Eindrücke, die er damit ausbaut, dass in Ennepetal das Niveau höher gewesen sei, man auch öfters trainiert habe und er sich so gut entwickeln und verbessern konnte. „Ich konnte mich auch direkt gut einfinden. Mit einigen aus der Mannschaft habe ich schon in Voerde zusammengespielt“, sagt er. Zum Saisonende wusste Linus noch nicht, was er danach machen sollte. Nach dem letzen Spiel bei dem Spax-Cup wurde er einbestellt und hatte ein Gespräch mit dem neuen Trainer der ersten Mannschaft – Alexander Thamm. „Er hat mit mir gesprochen und erklärt, dass er mich gerne in der Vorbereitung dabei haben möchte“, so Linus. So also absolvierte er – wie Mirnes, Edin und Berke – die Vorbereitung bei unserer Oberliga-Mannschaft. „Zwischen Junioren und Herren ist ein großer Unterschied“, erklärt Linus, er sagt: „Zu Beginn war ich im Training sehr nervös. Ich wollte mich zeigen und beweisen. Dann macht man Fehler. Mit der Zeit wurde ich selbstbewusster und habe mich mehr getraut – ich wurde sicherer in meinen Aktionen.

Mirnes sagt: „Am Anfang war es der pure Horror.“ Er resümiert, dass er in jeder Trainingseinheit richtig Gas geben musste, um sich zu zeigen. Die ersten Trainingseinheiten habe er „richtig abgekackt“, so Mirnes. Er glaubt, dass die Verantwortlichen aufgrund eines Spieles, bei dem er als noch A-Jugendlicher bei der U23 ausgeholfen hat, auf ihn aufmerksam geworden sind. So hat er bei dem Spiel Ennepetal gegen Rüggeberg die U23 verstärkt, bei dem auch Thomas Riedel anwesend war. „Ich glaube, dass ihm mein Tempo gefallen hat und dass er sich gedacht hat, dass er mir wenigsten ein Chance geben müsse“, so Mirnes. In der aktuellen Saison sieht für ihn der Alltag so aus, dass er bei der U23 an den Wochenenden Spielpraxis sammelt und bei der ersten Mannschaft mittrainiert. „Ich hoffe, dass ich in der Saison ein wenig bei der ersten Mannschaft spielen darf, das wäre der Hammer. Es wäre auch geil, wenn wir als Mannschaft aufsteigen würden – in die Regionalliga“, formuliert er seine Ziele und Wünsche.

Ennepetal will ein positives Gefühl

Niederlage gegen Ahlen wieder wett machen. Mit letztem Spiel vor Winterpause gegen Rhynern beginnt die Rückrunde. Hinspiel 3:2 gewonnen.

Vor dem Start in die neue Saison der Fußball-Oberliga – mit teil-erneuertem Personal, mit neuem Trainer – hatte der TuS Ennepetal vor dem Gastspiel in Rhynern eine deutlich negative Bilanz. Sieben Niederlagen, ein Remis. Die Gesamtbilanz ist zwar nur etwas besser geworden, da es im Hinspiel bei der favorisierten Westfalia den ersten Oberliga-Sieg im direkten Duell gab. Wenn am Sonntag mit dem letzten Spiel des Kalenderjahres die Rückrunde beginnt, hat keiner im Ennepetaler Lager etwas dagegen, wenn der zweite dreifache Punktegewinn hinzu käme.

Rhynern zwei Punkte schlechter

Wie im Hinspiel wird es ein hartes Brett, welches die Ennepetaler zu bearbeiten haben. Denn der ehemalige Regionalligist ist ein schwer zu bespielender Gegner. Rhynern, der Regionalliga-Absteiger, rangiert nur einen Platz und zwei Punkte hinter den Ennepetalern, ist nach wie vor ambitioniert, will nach oben. Das werden die Gastgeber zu spüren bekommen.

Überdies wird es nicht passieren, dass selbst im Unterbewusstsein der Gast die Ennepetaler unterschätzen wird. „Wir sind seinerzeit mit einer durchwachsenen Vorbereitung in die Saison gestartet, Rhynern mit einer guten. So war Rhynern favorisiert und wir konnten als Außenseiter die Punkte holen“, so TuS-Trainer Alexander Thamm rückblickend auf den 3:2-Sieg seiner Jungs. „Das wird jetzt anders sein, Rhynern wird sich sicher anders auf das Spiel vorbereiten.“

Vor dem Spiel stehen beide Mannschaften unter dem „positiven Druck“, wie es Thamm formuliert, nicht mit einem schlechten Gefühl in die Winterpause zu gehen. Dabei dürfte der Duck bei den Gästen größer sein. Sie hatten zuletzt zwei Spitzenspiele, diese gegen FC Schalke 04 II (0:3) und TuS Haltern (1:3) verloren. Das dritte Spitzenspiel in Folge könne die dritte Niederlage in Serie bedeuten.

Mermer: Schulter ausgekugelt

Ennepetal will dazu beitragen, hatte allerdings zuletzt nach zehn Spielen ohne Niederlage in Folge gegen Ahlen verloren. Ennepetal will vermeiden, mit zwei Niederlagen in Folge in die Winterpause zu gehen. „Außerdem könnten wir uns mit einem Sieg einen Vorsprung von fünf Punkten auf den vierten Platz verschaffen, mit 37 Punkten in die Winterpause gehen“, so Alexander Thamm.

Für dieses Unterfangen stehen Thamm fast alle Spieler zur Verfügung – man muss halt noch das letzte Training im Jahr 2018 abwarten, am gestrigen Freitagabend. Sicher ist, dass der dauerverletzte Abdulah El Youbari nicht dabei sein wird. Ebenso Botan Mermer, der im Laufe der Woche im Training eine Schulter ausgekugelt hat. Weitere Personalien können sich wie an jedem Wochenende kurzfristig ergeben.



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Autor: Heinz-G. Lützenberger
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Ennepetal die Überraschung der Liga

Mannschaft von Trainer Alexander Thamm sensationell Dritter nach der Hinrunde. Dennis Drepper mit sieben Toren erfolgreichster Schütze.

Die Hinrunde ist gespielt in der Fußball-Oberliga. Als Shooting-Star dieser Saison kann der TuS Ennepetal bezeichnet werden. Ein vor der Spielzeit nicht zu erwartender dritter Platz mit 34 Punkten ist erreicht. Mit Reichweite zum Zweiten TuS Haltern. In der Auswärtsbilanz stellen die Schützlinge von Trainer Alexander Thamm gar die zweitbeste Mannschaft. Unerreichbar scheint Tabellenführer FC Schalke 04 II.

Drei Spiele sind ausgefallen

Streng genommen ist die Hinserie noch nicht wirklich beendet, denn die Begegnungen von Hamm gegen Gütersloh, Rheine gegen Gievenbeck und Siegen gegen Brünninghausen sind an den vergangenen beiden Sonntagen der Witterung zum Opfer gefallen und müssen nachgeholt werden. Termine stehen noch nicht fest. Ebenso liegt noch der Protest aus Gütersloh gegen das 0:1 gegen Ennepetal in der Luft.

Dabei waren die Ennepetaler Spieler nach dem letzten Abpfiff der Hinrunde alles andere als in Stimmung, auf das Erreichte glücklich und stolz zu sein. Nach zehn unbesiegten Spielen riss die Serie, Ahlen besiegte Ennepetal mit 1:0. Doch schnell hatte sich vor allem Trainer Thamm gefangen: „Wir sind super zufrieden mit der Hinrunde. Es war keine sehr gut, es war eine hervorragende Hinrunde, die wir gespielt haben.“

Keine Frage, dass Ennepetal sportlich Spitzenwerte zu bieten hat. Auch mit dem siebenfachen Torschützen Dennis Drepper stehen die Klutertstädter gut da. Die Oberliga-Spitze bilden Arif Er (Brünninghausen) und Timo Scherping (Rheine), die jeweils elfmal getroffen haben.

173 Zuschauer pro Heimspiel

Ganz und gar nicht spitze ist der TuS Ennepetal, was die Zuschauerzahlen angeht. Schlappe 1559 Menschen passierten das Eingangstor zum Bremenstadion – macht bei neun Spielen einen Schnitt von 173 pro Spiel und den viertschlechtesten Wert. Sprockhövel begrüßte im Baumhof immerhin 2280 Zuschauer, ist mit einem Schnitt bei neun Partien von 253 pro Spiel um nur drei Plätze besser als Ennepetal. Den Spitzenwert haben hier die SF Siegen inne – bei 4978 in sieben Spielen, macht 711 pro Begegnung.

Am kommenden Sonntag setzt Ennepetal die Saison mit dem Start in die Rückrunde fort – dann kommt Tabellen-Nachbar Westfalia Rhynern ins Bremenstadion.


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Imposante Serie von Ennepetal reißt

0:1 gegen Ahlen ist erste Niederlage seit dem 16. September. Hinrunde als Dritter und mit stolzen und unglaublichen 34 Punkten beendet.

Eine stolze Serie geht zu Ende. Dass es mal so kommen musste, ist eigentlich jedem Fußball-Fan klar. Dass es jetzt den Oberligisten TuS Ennepetal erwischt hat, schmerzt dennoch dem geneigten Freund der Klutertstädter. Jedenfalls hieß es nach 90 Minuten 0:1 (0:1) gegen RW Ahlen. Bisher hatte Ennepetal zehn Spiele in Folge nicht verloren; jetzt die erste Niederlage seit dem 16. September mit dem 0:3 gegen Spitzenreiter FC Schalke 04 II.

Dies, und dass Ennepetal in der Hinrunde kaum für möglich gehaltene 34 Punkte geholt hat, das zählte unmittelbar nach dem Abpfiff nicht. Als Ennepetals Trainer Thamm die Kabine betrat, herrscht Grabesstille. „Die Jungs waren maximal frustriert“, beschreibt Thamm die Stimmung. Die Spieler schauten nach unten, keiner wollte etwas sagen. „Das spricht für die Spieler, die längst nicht satt sind, weil vermeintlich die Klasse gesichert sein kann“, sieht Thamm einen positiven Aspekt.

Stellwert signifikant gestiegen

Überdies zeigt die Reaktion des Gegners, dass der Stellenwert der Ennepetaler in der Oberliga signifikant gestiegen ist. Ennepetal ist längst keine Laufkundschaft für Punkte mehr. Denn die RW-Akteure jubelten auf dem Platz wie wild, kamen sangesfreudig und freudetrunken in die Kabine. „Als hätte sie eine Weltmeisterschaft gewonnen“, so Thamm. Und die große Freude der Ahlener zeigt, dass es schon eine Wucht war, gegen einen TuS Ennepetal zu gewinnen.

Es war längst nicht ausgemacht, dass die bessere Mannschaft die drei Punkte gewinnen sollte. Es war eine Partie auf Augenhöhe. Zunächst hatte Ahlen eine leichte Überlegenheit. Vor allem im Mittelfeld gelang der RW-Spielern immer wieder der Ballbesitz. Wenn nicht im ersten, dann doch im zweiten Ball. Andererseits hatte Ennepetal schon klarere Chancen. Tunc gleich zweimal. Zunächst nach knapp 20 Sekunden, als er nach einem Solo das Gäste-Gehäuse knapp verfehlte. Nach 20 Minute sprintete er erneut alleine aufs Tor, hatte nur noch Gäste-Keeper Oberwahrenbrock vor sich. Doch dieser hatte in einer Glanztat diese Chance vereitelt. „Führen wir, geht die Begegnung ganz anders aus“, so Alexander Thamm.

Nach der Pause legte Ennepetal einen Zahn zu. Mehr Offensive wechselte Alexander Thamm ein. Zunächst mit John Conor Agnew (46.), dann mit Ibrahim Lahchychi (57.) und schließlich mit Tim Dosedal (72.). Und tatsächlich stürmte Ennepetal nun intensiver – allerdings eröffnet dies auch Räume für Ahlen. Nur gut, dass Ennepetals Keeper Marvin Weusthoff einmal mehr einen starken Tag hatte und hundertprozentige Chancen der Gäste vereitelte.

Bollmann durfte doch spielen

Schwerstarbeit hatte die Ennepetaler Verteidigung zu verrichten. Insbesondere Innen, mit den unglaublich starken Stürmern Onucka und Torschütze Yilmaz, die stets in Bewegung waren, stets Räume eröffneten und auch selbst gefährliche Chancen hatten.

Eine Innenverteidigung mit einem starken Maik Bollmann, der übrigens doch spielen durfte. Denn nach einem gelbroten Feldverweis ist der Akteur für ein Pflichtspiel gesperrt. Das war das Pokalspiel. Bei einer Sperre nach einer fünften Verwarnung gilt die Sperre für das nächste Oberligaspiel…


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Ennepetal hat Zweier-Schnitt sicher

Am Sonntag kommt RW Ahlen. Bollmann und El Youbari fehlen. Trainer Thamm unterstreicht, wie wichtig jeder Spieler im Kader ist.

Es sei ein Traum des Trainers, in der Fußball-Oberliga einen Schnitt von zwei Punkten pro Spiel zu erlangen. So bei Alexander Thamm, Trainer des TuS Ennepetal. Bei bisher 16 Spielen und 34 Punkten sind die Klutertstädter besser – sind es auch nach dem Spiel gegen RW Ahlen, egal wie dieses am Sonntag im Bremenstadion ausgehen wird.

Hohe Trainings-Beteiligung

Das bedeutet aber noch lange nicht, dass sich die Spieler auf diese vermeintlichen Lorbeeren ausruhen. Im Gegenteil. Thamm weiß vom Training zu berichten, dass alle Spieler sich voll ins zeug legen, heiß und noch lange nicht satt sind. „Bis auf den verletzten Abdulah El Youbari waren alle beim Training“, so der Ennepetaler Trainer. „23 Mann; das ist ein tolles Arbeiten für uns Trainer.“ Zumal auch die sogenannten Reservisten nicht wirklich murren. Sie wissen, dass sie wichtig für die Mannschaft ist, dass sie sich jederzeit empfehlen können. Eingewechselte Spieler können entscheidend sein – was Ibrahim Lahchaychi vor drei Wochen eindrucksvoll gezeigt hat. Er kam gegen Neuling Holzwickeder SC ins Spiel, und mit der ersten Ballberührung nach wenigen Sekunden sorgte er mit einem Hammer-Tor für die 1:0-Führung beim 2:1 (0:0)-Sieg.

Thamm gibt auch allen Spieler die Gelegenheit, sich zu präsentieren. Beispielsweise beim jüngsten Pokalspiel, als mit Siepmann und Gerding nur zwei Spieler in der Anfangs-Formation standen, die zuletzt in Gütersloh erfolgreich war.

Gütersloh-Protest eingegangen

Apropos Gütersloh: Thomas Riedel, Sportlicher Leiter des TuS Ennepetal, hat unter der Woche die Mannschaft darüber informiert, dass der FC Gütersloh tatsächlich den Protest eingelegt hat. Grund war, dass der des Feldes verwiesen FCG-Spieler Beuckmann noch nicht den Platz verlassen hatte, als TuS-Keeper Weusthoff in der zweiten Minute der Nachspielzeit erst einen Strafstoß verschoss, dann per Nachschuss zum Tor des Tages traf. „Das ist für mich und die Spieler kein Thema. Denn das können wir nicht beeinflussen, das entscheiden andere“, so Thamm.

Daher gilt mehr die Konzentration auf die Begegnung am Sonntag gegen RW Ahlen. Eine Mannschaft, die stets ambitioniert in die Spielzeiten geht. Doch auch diesmal rannte der ehemalige Regionalligist den eigenen Ansprüchen hinterher. „Aber Ahlen hat sich gefangen, ist eine enorm starke Mannschaft“, weiß Thamm.

Außergewöhnliche Spieler wie Kara, Mützel und Yilmaz prägen das Spiel der Westfalen. Überdies haben die sonntäglichen Gäste mit Onucka einen „Bullen im Sturm, der dahin geht, wo es weh tut“, weiß Thamm. Schwere Arbeit kommt auf die Ennepetaler Innenverteidigung zu – diesmal ohne den gelbrot-gesperrten Bollmann.

Dass Ahlen gute Qualitäten hat, aber auch anfällig sein kann, hat sich beim 2:3 gegen Haltern gezeigt. Ein Sieg war drin, zumal sich Haltern selbst dezimierte. Eickhoff hatte die „Notbremse“ gegen Onucka gezogen. Yilamaz glich per Strafstoß zum 2:2 aus (65.), der Weg war frei, die Partie zu kippen. Doch nur drei Minuten später griff RW-Keeper Bernd Schipmann daneben, Forsmann trifft eiskalt zum Sieg.


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Asche verdirbt Thamm die Freude

Das Weiterkommen im Pokal musste sich der Oberligist TuS Ennepetal schwer erarbeiten. Angesichts der Platzverhältnisse war das keine Überraschung.

Der Ball fliegt in Richtung des Trainers vom Fußball-Oberligisten TuS Ennepetal. Doch an diesem Abend ist alles ein wenig anders als gewohnt bei Alexander Thamm. Bis vor kurzem noch selbst aktiv, lässt er eigentlich keine Gelegenheit aus, selbst noch einmal gegen den Ball zu treten – nur an diesem Abend nicht.

Dass der Kreispokal bei den Fußballern ohnehin nicht besonders beliebt ist, ist keine neue Nachricht. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Spiele zumeist unter der Woche ausgetragen werden. Ein anderer, einer, der den TuS Ennepetal am Dienstagabend im Achtelfinalspiel gegen den Kreisligisten SV Boele-Kabel betraf, sind die Plätze der niederklassigen Vereine. „Der Platz war eine Vollkatastrophe“, sagt Alexander Thamm. Der Trainer des Fußball-Oberligisten ist ziemlich angefressen, dass sein Team in Hagen auf einem „Schotterplatz mit eckigen Pfosten“ antreten musste, wie Thamm es formuliert. Ein geordnetes Fußballspiel, so der Übungsleiter und einmalige Bundesligaspieler weiter, sei nicht möglich gewesen.

Boele macht sich Platz zu Nutze

Dass der Gegner vom SV Boele-Kabel versucht hat, sich diese Situation zu Nutze zu machen, ist für Thamm absolut nachvollziehbar. Schnelle Passstafetten sind auf dem holprigem Untergrund kaum möglich, immer wieder verspringen Pässe von denen die Oberliga-Kicker eigentlich gewohnt sind, dass sie beim Mitspieler ankommen. Kein Wunder also, dass der Kreisligist keinen Raum anbieten möchte, in den Siepmann & Co. ihre schnellen Stürmer schicken können. „Sie haben mit zehn Mann 30 Meter vor dem eigenen Tor verteidigt“, schildert Ennepetals Trainer die Szenerie.

Zudem, so berichtet Thamm, gab es ein eher ungewohntes Spielgerät am Dienstag. „Das war eine Kanonenkugel. Als der auf mich zugeflogen kam, hab ich mich weggedreht, da wollte ich nicht vortreten“, sagt Thamm. Der Trainer der Ennepetaler sagt das mit einem Lachen, er nimmt die Gegebenheiten dieses Pokalspiels so hin, wie sie sich für ihn und sein Team am Dienstag darstellten. „Mit unserer Art Fußball zu spielen, hat das aber nicht viel zu tun“, sagt er, einen Vorwurf an die Gastgeber richtet er dabei nicht.

Phantom-Tor ist Thamm egal

Denn die haben sich mit diesem Spiel von der Asche in Helfe verabschiedet, künftig geht es nur noch auf dem neugebauten Kunstrasen um Tore und Punkte. „Auf dem Platz von Dienstag kann man sich mal mit ein paar Freunden zum kicken treffen, mehr aber auch nicht“, sagt Alexander Thamm. „Fußballspiel kann man dazu nur sagen, wenn man das in Anführungszeichen setzt“, so der Ennepetaler Trainer weiter.

Nach dem 1:0 für den TuS durch Lahchaychi (28.) konnte Boeles Giemsa (früher Türk Gücü Ennepetal) ausgleichen (35.). Die erneute Führung durch Oberlies war dann stark umstritten, der Ball ging nach Aussagen der Boeler Spieler über ein Loch im Außennetz ins Tor. „Es ist mir egal, ob der Ball drin war, beim 1:1 stand der Boeler Spieler schließlich drei Meter im Abseits“, nimmt Thamm die Situation zur Führung wie vom Schiedsrichter entschieden.

„Alle sind gesund, wir haben uns 90 Minuten bewegt und sind eine Runde weiter“, sagt Thamm. „Jetzt freuen wir uns wieder auf einen normalen Platz“, schließt er.


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Autor: Fabian Vogel

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Gütersloh legt Protest gegen Sieg ein

Nach 1:0-Erfolg legt unterlegener Gastgeber FC Gütersloh Protest gegen die Wertung ein. Schlimmstenfalls wird Spiel neu angesetzt.

Der TuS Ennepetal ist in der Fußball-Oberliga zehn Spiele in Folge unbesiegt. Doch das könnte zur Makulatur werden. Weil das 1:0 beim FC Gütersloh neu bewertet werden und ein Wiederholungsspiel angesetzt werden könnte. Denn: Die Ostwestfalen haben Protest gegen die Wertung des Spiels vom vergangenen Sonntag eingelegt.

„Eine faire sportliche Niederlage würden wir immer akzeptieren. Es ist beim Elfmeter in der Nachspielzeit aber so viel aus dem Ruder gelaufen, dass von einem ordnungsgemäßen Ablauf des Spiels nicht die Rede sein kann“, wird der Sportliche Leiter des Gastgebers, Tim Brinkmann, auf der Homepage vom FC Gütersloh zitiert.

In der zweiten Minute der Nachspielzeit hatte Ennepetal einen Strafstoß bekommen. TuS-Keeper Marvin Weusthoff trat an, scheiterte am Gastgeber-Torwart Frederic Westergerling – doch der Nachschuss saß zum Tor des Tages.

Fragwürdiger Strafstoß

Nach intensiven Beratungen nach der Partie stellte der Vorstand des Gastgebers fest, dass an dem Pfiff des Schiedsrichters zum Strafstoß als Tatsachenentscheidung nicht zu rütteln sei – wenngleich die Entscheidung kritisiert wird. „Eine fragwürdige Entscheidung, den Elfer hätte man nicht geben müssen“, sagt auch Thomas Riedel, Sportlicher Leiter des TuS Ennepetal.

Als Protestgrund gibt der FC Gütersloh aber eine regelwidrige Ausführung des Elfmeters an. Diesen Regelverstoß habe nach Auffassung des FCG-Vorstandes der eigene Spieler Lars Beuckmann begangen. Er wurde des Feldes verwiesen, befand sich auf dem Weg nach draußen noch auf dem Platz, als der Strafstoß angepfiffen wurde. Eine Sport total-Kamera unter dem Tribünendach habe diesen Vorgang eindeutig eingefangen, heißt es. „Stimmt, er war noch auf dem Feld. Aber er hat keineswegs mehr in das Geschehen eingegriffen“, hat Thomas Riedel beobachtet.

Nach dem Tor, als der Anstoß noch nicht erfolgt war, hatten Gastgeber-Spieler die Unparteiischen darauf aufmerksam gemacht. Doch Schiedsrichter Patrick Holz entschied auf Tor und nicht auf Wiederholung des Strafstoßes. Aus Sicht des FC Gütersloh ist das eine willkürliche Entscheidung, die durch die Regeln nicht gedeckt ist. So könne ein Spiel erst fortgesetzt werden, wenn ein Spieler nach einem Platzverweis das Spielfeld verlassen habe.

Der Protest steht im Raum, Riedel sieht diesem gelassen entgegen: „Ich lasse mich überraschen.“ Er tendiert dahin, dass der Protest keinen Bestand haben wird. Denn „aus einem Vorteil kann kein Nachteil entstehen“, zitiert Riedel eine alte Fußball-Weisheit, die auch in Schiedsrichter-Schulungen gelehrt wird. Allenfalls würde ein Wiederholungsspiel angesetzt. „Dann fahren wir eben noch einmal nach Gütersloh“, sagt er.

Spiel weitestgehend ausgeglichen

Das Spiel zwischen Gütersloh und Ennepetal verlief über 90 Minuten ausgeglichen, hatte kaum Chancen auf beiden Seiten und sah „wie ein typisches 0:0 aus“, sagt TuS-Trainer Alexander Thamm, der mit Unverständnis auf das Gelb-Rot gegen Bollmann reagierte. Dann drängte Dennis Drepper in den gegnerischen Strafraum und kam zu Fall. Den Elfer verschoss Weusthoff – und erzielte im Nachschuss doch den 1:0-Endstand.


Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis

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Autor: Heinz-G. Lützenberger

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Weusthoff macht Ennepetal froh

Keeper verschießt in Nachspielzeit Strafstoß, trifft aber mit Nachschuss zum 1:0 in Gütersloh. Feld-Verweise gegen Bollmann und Beuckmann.

In der Fußball-Oberliga bleibt der TuS Ennepetal auch im zehnten Spiel in Folge unbesiegt – bei drei Unentschieden. Diesmal, beim FC Gütersloh, dauerte es bis in die Nachspielzeit, ehe der dreifache Punktgewinn für die Gäste feststand. Keeper Marvin Weusthoff zeigte sich nervenstark, tritt in der dritten Minute nach der regulären Spielzeit zum Strafstoß an – er scheitert, erst mit dem Nachschuss zappelt der Ball im Netz des Gastgebers.

Strafstoß muss man nicht geben

Dabei war die Szene, die zum Strafstoß führte nicht wirklich eindeutig. Dennis Drepper geht in den Strafraum, sucht für Ennepetal, obwohl die Mannschaft in Unterzahl agieren muss (Bollmann hatte das zweite Gelb kassiert), doch noch die Entscheidung. Ein Verteidiger kreuzt ihn, Drepper kommt zu Fall, es gibt einen Strafstoß der Kategorie „kann man, muss man aber nicht geben“. Kapitän und Keeper Marvin Weusthoff übernimmt die Verantwortung. Sein Pendant Frederic Westergerling hält den Elfer – aber nicht den Nachschuss.

Es war übrigens erst der zweite wirklich Schuss aufs Gehäuse der Gastgeber. Mitte der zweiten Halbzeit ist dies Simon Rudnik gelungen, in diesem „eigentlich typischen 0:0-Spiel“, wie es Ennepetals Trainer Alexander Thamm beschreibt. Der Mittelfeldmann tritt zur Ecke an, schießt den Ball direkt ins Netz von Gütersloh – auch weil der FCG-Keeper am Ball vorbeifliegt. Doch der Schiedsrichter will ein Stürmer-Foul erkannt haben, „obwohl von uns kein Spieler in der Nähe war“, so Thamm.

Übrigens hatte Marvin Weusthoff ebenfalls einen vergleichsweise ruhigen Tag im Heidewald-Stadion erwischt. Kein Ball kam aufs Tor, die Ennepetaler Abwehr-Festung hielt alles ab, was abzuhalten war. Mit einer Ausnahme: nach dem 1:0. Gütersloh drängt sofort nach vorne in den letzten, heißen Momenten. Alles warf die Mannschaft nach vorne, auch Keeper Westergerling. Und dieser kommt auch ans Leder, sorgte für die einzige Chance der Gastgeber – die Weusthoff pariert (90.+6).

Keine Frage, das Jubel und Erleichterung zum Schlusspfiff groß war. „Das war Kampf und Leidenschaft. Ein großes Kompliment an die Jungs. Es war ein Sieg der Gemeinschaft“, so Thamm.

Schließlich hatte Thamm gleich einen „Grand ohne Vier“ spielen müssen. Dass Abdulah El Youbari fehlte, war klar. Dass Tim Dosedal spielen würde, war eine leichte Hoffnung, die sich aber zerschlug. Nils Nettersheim fehlte aus beruflichen Gründen. John Conor Agnew hatte sich kurzfristig verletzt, musste passen. So rückten Ibrahim Lahchaychi und Oluremi Williams in die Startelf. Überdies erhielt Botan Mermer, der sich zuletzt auch in der Kreisliga-Reserve verdient gemacht hat, seine Chance. „Es hat sich wieder gezeigt, dass wir nicht nur einen großen, sondern auch einen breit aufgestellten Kader haben“, sagt Alexander Thamm.


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Autor: Heinz-G. Lützenberger

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Der Optimismus vergeht ihm so schnell nicht

Abdulah El Youbari, Kapitän des Oberligisten TuS Ennepetal, verpasst den guten Lauf seiner Kollegen – behält aber seine positive Einstellung.

Abdulah El Youbari zieht die Tür der Arztpraxis hinter sich zu. Eigentlich hatte er erwartet, dass er nach der MRT-Untersuchung gute Nachrichten für seinen Trainer Alexander Thamm hat. Doch die hat er nicht, als er zum Handy greift und ihn anruft. Was den Fußball angeht, ist das Jahr 2018 für ihn gelaufen.

Abdulah El Youbari ist ein äußerst positiv eingestellter Mensch. Seit zwei Monaten muss der Kapitän des TuS Ennepetal nun schon verletzt zusehen, wie seine Kollegen beim Fußball-Oberligisten von Erfolg zu Erfolg eilen. Seitdem der Offensivspieler mit einer Verletzung am Fuß nicht einsatzfähig ist, haben die Ennepetaler kein Spiel verloren – und sind bis auf Platz vier der Tabelle vorgestoßen. Für El Youbari aber kein Problem, denn der 31-Jährige weiß mit den Scherzen seiner Mitspieler umzugehen.

Es läuft die 75. Spielminute des sechsten Spieltags, Abdulah El Youbari verlässt gerade beim Stand von 1:2 für die Reserve des FC Schalke 04 den Rasen im Bremenstadion, für ihn kommt Mehmet Tunc. Vorerst, so stellt sich im Nachhinein heraus, sollte dies der letzte Auftritt des Ennepetaler Kapitäns in dieser Saison sein. „Ich habe mir eine Faszie unter dem Fuß gerissen, bis dahin wusste ich gar nicht, dass es sowas gibt“, sagt er mit einem Lachen. Die große Entzündungsgefahr bei Verletzungen unter dem Fuß zwingt ihn dazu, diesen in den kommenden Wochen in einem Gips ruhig zu stellen. „Der Arzt hat damals gesagt, dass ich vier bis sechs Wochen fehlen werde“, erinnert sich El Youbari an die erste Diagnose.

Neun Spiele ohne Niederlage

„Ich will mir jetzt keinen Druck machen. Brauche ich ja auch nicht, es läuft ja auch ohne mich. Wenn ich reinkomme, will ich auch helfen, das kann ich im Moment aber nicht“, nimmt El Youbari die Pause gelassen. Verständlich, dass der Kapitän des Tabellenvierten angesichts des aktuellen Laufs seines TuS keinen Anlass dafür sieht, es mit seinem Comeback zu überstürzen und die eigene Gesundheit damit zu gefährden. Sechs Siege und drei Unentschieden fuhr die Mannschaft von Trainer Thamm nach der Verletzung ihres Anführers ein.

Ein Problem für einen ehrgeizigen Sportler wie El Youbari?„Es geht immer um das Team, das ist doch für mich eine sehr komfortable Situation“, sagt er. Er spricht es nicht nur aus – der Zuhörer merkt, dass es der Ennepetaler Kapitän auch so meint. Obwohl seit zwei Monaten nicht mehr aktiv dabei, ist El Youbari weiterhin ganz nah an der Mannschaft, beobachtet wie erfolgsorientiert und akribisch das Team arbeitet. „Das ist einfach Wahnsinn, wir sind ja immer noch der TuS Ennepetal“, sagt er. Und er muss es wissen, gehört er doch neben Spielern wie Tim Dosedal, Maik Bollmann und Nils Nettersheim seit Jahren zum festen Stamm der Ennepetaler.

Seit neun Spielzeiten um genau zu sein. „Ich habe auch bereits für mein zehntes Jahr zugesagt“, sagt El Youbari mit Freude in der Stimme. In seiner Zeit im Bremenstadion ist er für seine gute Laune bekannt, der Kapitän sorgt innerhalb des Teams mit seiner Art und einigen Sprüchen immer wieder für gute Stimmung. „Er bekommt jetzt auch mal einen flapsigen Spruch von uns“, sagt sein Trainer Alexander Thamm. „Wurde ja auch mal Zeit, dass er für seine Sprüche auch mal was zurück bekommt“, scherzt der Übungsleiter weiter. El Youbari nimmt’s gelassen. „Klar kommen da Sprüche, aber die nehme ich in dem Zusammenhang gerne in Kauf“, sagt er.

Neue Herausforderungen

Das fällt ihm in dieser Spielzeit umso leichter, denn der TuS überrascht in dieser Saison wirklich alle Experten, ist nach dem 15. Spieltag als Vierter auf Tuchfühlung zu dem Tabellenzweiten Westfalia Rhynern, einem der beiden möglichen Aufsteiger in die Regionalliga. „Das hatte niemand erwartet. Wenn wir im April immer noch so dran sind, müssen Verein und Spieler reagieren, dann müssen wir bereit sein“, so El Youbari. Doch zuvor fordert er seine Kollegen auf, die aktuelle Marschroute weiter beizubehalten, um nicht vom erfolgreichen Weg abzukommen. Der Kapitän warnt vor den Gefahren eines Höhenflugs und neuen Herausforderungen. „Die Rückrunde wird schwerer für uns, dann sind wir nicht mehr einfach der TuS Ennepetal, dann sind wir ein Topteam. Die Gegner haben uns jetzt auf dem Zettel“, sagt er.

Abdulah El Youbari spricht, als würde er in jeder Trainingseinheit gemeinsam mit seinen Mitspielern auf dem Rasen stehen. Das tut er allerdings erst wieder im neuen Jahr. „Er ist dann wie ein interner Neuzugang und wird die Konkurrenz auf den Außenbahnen brutal beleben“, sagt Thamm. Der Trainer wird sich freuen, dass sein Kapitän trotz des Rückschlags seine positive Einstellung nicht verloren hat.

Der Kapitän El Youbari – seit 2010 beim TuS an Bord

Bis zu der Verletzung war Abdulah El Youbari in guter Form. Nach sechs Spieltagen standen bei ihm bereits drei Treffer zu Buche. Insgesamt hat der 31-Jährige in den vergangenen sechs Jahren 149 Spiele für den TuS Ennepetal in der Oberliga absolviert und dabei 49 Tore erzielt. 2010 wechselte er von RW Lüdenscheid zum damaligen Landesligisten.


Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis

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Autor: Fabian Vogel

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