Interview mit Alexander Thamm: „Wir sind noch lange nicht satt“

12.11.2018
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Acht Spiele in Folge ohne Niederlage, einen Schnitt von zwei Punkten pro Begegnung. Trainer Alexander Thamm und sein Co Franz Terkelj sind mit dem Erreichten des TuS Ennepetal zufrieden. (Foto: Westfalenpost)

Mit der Nullnummer bei den Sportfreunde Siegen am Freitagabend hat der TuS Ennepetal den zweiten Platz in der Fußball-Oberliga eingebüßt und rutscht auf Rang vier ab. Denn sowohl Westfalia Rhynern (4:2-Sieg gegen Eintracht Rheine) als auch der TuS Haltern (2:0-Sieg beim Holzwicker SC) haben am Sonntag nachgezogen und die Klutertstädter überholt. Doch Ennepetals Trainer Alexander Thamm ficht diese Tabellenkonstellation nicht an. Er schaut mehr auf das eigene Spiel, auf die 28 Punkte nach 14 Spielen.

Nach dem Sieg in Erndtebrück war die Stimmung auf der Rückfahrt im Bus ausgelassen. Wie war sie nach dem 0:0 in Siegen?
Alexander Thamm: Die Stimmung war und ist gut. Schließlich haben wir mit dem Unentschieden im Schnitt zwei Punkte pro Spiel erzielt. Das ist schon eine klasse Leistung, die die Jungs bisher erbracht haben. Mit etwas Abstand zum Spiel haben wir dies auch realisiert.
Es war ein Sieg drin, Chancen gab es genug. Trübt das nicht?
Nur unmittelbar nach dem Spiel. Auch in der Pause beim Gang in die Kabine haben meine Spieler den Kopf hängen lassen. Wir hatten das Spiel nach zehn Minuten im Griff und die Chancen herausgespielt. So gut herausgespielt, wie ich mir das auch vorstelle.
Die vergebenen Chancen, die vor der Pause Nettersheim, Rudnik und Drepper hatten?
Ja, so kam es zur es Enttäuschung der Spieler, nicht mit einer Führung in die Pause zu gehen. Doch ich habe den Jungs gesagt, dass diese geknickte Stimmung nicht nötig sei, dass wir auf gutem Wege sind.
Spielt auch eine Rolle, welche grundsätzliche Möglichkeiten Siegen hat und welche Ennepetal?
Nicht in der Situation zur Halbzeit. Aber nach dem Spiel, als uns bewusst wurde, dass Siegen viermal die Woche trainiert, dazu noch eine Einheit im athletischen Bereich hat. Da ist unsere Leistung bei dreimaligem Training die Woche doch umso höher zu bewerten.
Gab es nach der Pause die Chance, die Begegnung noch zu gewinnen?
Vielleicht mit einem Lucky Punch, den beide Teams vor allem in der Schlussphase gesucht haben. Allerdings haben wir uns weitestgehend neutralisiert. Es war ein flottes und abwechselungsreiches Spiel.
Hatten die Sportfreunde Siegen Möglichkeiten?
Unsere Abwehr hat gut gestanden und kaum etwas zugelassen. Insgesamt zwei Chancen. Jeweils eine pro Halbzeit. Beide Male hat Marvin Weusthoff klasse pariert und mögliche Gegentore verhindert.
Haben Ihre Spieler also auch so gespielt, wie Sie sich es vorgestellt haben?
Ja. Defensiv Denken, offensiven Fußball spielen. Das ist meine DNA. Die Abwehr verteidigt hoch, die Spieler aus der Viererkette sowie die defensiven Mittelfeldspieler bringen sich immer wieder in die Offensive ein. Viele gute Flanken aus dem Halbfeld habe ich beispielsweise gesehen. Ich bin sehr zufrieden mit der Spielweise meiner Mannschaft.
Unterm Strich war es also ein guter und erfolgreichen Fußballabend. Sie konnten zufrieden zum Kölner Karneval zum Elften im Elften um elf Uhr elf?
Absolut! Der Platz war im hervorragenden Zustand. Flutlicht und Nieselregen. Was Schöneres gibt es im Fußball doch nicht. Allerdings gibt es einen Wermutstropfen. Der in der 66. Minute eingewechselte Tim Dosedal musste nach zwölf Minuten wieder raus. Dosedal hat sich den Oberschenkel gezerrt. Wir wissen noch nicht, wie schwer und hoffen, dass die Verletzung nicht so schlimm ist.
Am kommenden Sonntag ist der Aufsteiger Holzwicker SC im Bremenstadion zu Gast. Wie ist der Gegner einzuschätzen?
Das kann ich jetzt noch nicht sagen. Wir haben das Spiel vom Holzwickeder SC gegen den TuS Haltern beobachtet. Im Laufe der Woche werden wir uns damit beschäftigen und intensiv darauf eingehen. Klar ist nur, dass wir gewinnen wollen. Wir sind noch lange nicht satt.

Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis

Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.

Autor: Heinz-G. Lützenberger

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