Ab Juli neuer TuS-Trainer: Dragan Petkovic (Mitte); hier noch im Dress von Borussia Dröschede (Foto: privat)

Seit Anfang der Woche steht fest, wer ab Sommer das Oberligateam des TuS trainieren wird: Dragan Petkovic, 35 Jahre, aus Iserlohn. Bei Instagram ist er ein heimlicher Star; erklärt 53.000 Followern auf seinem Kanal „Trainerwissen“ den Fußball. Aber was für ein Mensch steckt dahinter? Was ist seine Idee von Fußball? Und wieviel Privatleben bleibt ihm, wenn er sich auch in der virtuellen Welt dem Sport verschrien hat?

Familienvater, Logistikleiter – und fußballverrückt

Dragan Petkovic ist zweifacher Familienvater und leitet die Produktionslogistik bei einem Iserlohner Automobilzulieferer. Der Fußball nimmt daneben die wohl zentralste Position in seinem Leben ein. „Ich bin mit meiner Frau seit der Abiturzeit zusammen; sie hat mich als Fußballer kennengelernt. Wir haben immer das beste draus gemacht – und ich bin ihr nach wie vor sehr dankbar, dass sie mir sehr oft den Rücken freihält.“ Zuletzt war Petkovic 16 Jahre bei Borussia Dröschede aktiv – als Spieler, Spielertrainer und Trainer im Nachwuchs- und Seniorenbereich. Mit der Borussia schaffte er 2020 den Aufstieg in die Westfalenliga. Allerdings: „Zuletzt lief es dann sportlich nicht so gut. Da musste ich die Reißleine ziehen, weil ich auch keine Besserung gesehen habe.“ Das war im Dezember 2021. Dass er schon zwei Monate später eine neue Aufgabe hat, überrascht auch ihn: „Ich war erstaunt, wie schnell das jetzt ging“, gibt er zu. Zwar hatte er schon Anfang des Jahres erste Anfragen aus der Westfalenliga, die kamen aber nicht infrage: „Ich wollte mich verbessern, deshalb habe ich da abgesagt. Aber dann kam das Interesse aus Ennepetal – das war gut und passend, sodass ich nicht lange überlegen musste.“

Neue Liga, neuer Verein – „da verspreche ich mir einiges von“

Klar, die Oberliga, der TuS und sein Umfeld sind für Petkovic Neuland, aber das dürfte keine großen Probleme verursachen: „Ich kenne den einen oder anderen Spieler schon etwas länger und habe mich mit denen ausgetauscht. Und auch in den ersten Gesprächen mit dem Vorstand hat schon vieles zusammengepasst.“ Dabei hat ihm vor allem die Atmosphäre rund ums Bremenstadion imponiert: „Der TuS ist ein sehr familiärer Verein; das Zwischenmenschliche passt. Die Kollegen aus dem Vorstand machen einen sehr guten Eindruck auf mich und auch die Spieler, mit denen ich mich bisher ausgetauscht habe, haben mich sehr positiv gestimmt. Auch innerhalb der Mannschaft kommen alle miteinander klar. Da verspreche ich mir einiges von.“ Sportlich will Dragan Petkovic in Ennepetal den nächsten Schritt gehen: „Die Qualität ist in der Oberliga um einiges höher, als in der Westfalenliga. Ich freue mich auf sehr gute Spieler, die ich da unter meinen Fittichen haben werde. Und die will ich weiter verbessern – sowohl neben, als auch auf dem Feld.“ Wo er dabei ansetzen wird, da will Petkovic sich noch nicht festlegen: „Ich habe mir die Mannschaft im Pokal in Berchum angeschaut. Da habe ich durchaus gute Ansätze gesehen – und einige schlechte auch. Das möchte ich aber gar nicht weiter beurteilen, weil das ja kein ganz normales Spiel war – erstmal möchte ich mir noch einige Spiele angucken.“

Petkovic steht für Disziplin und Offensivfußball

Beim TuS – insbesondere im Team der Oberligamannschaft – ist die Neugier freilich groß. Was für ein Trainertyp wird da künftig an der Seitenlinie stehen? Dragan Petkovic beschreibt sich selbst als „Verfechter von Disziplin.“ Die Spieler müssen deshalb aber keinen zweiten Felix Magath befürchten: „Bei mir sollen alle viel Spaß haben; sowohl auf, als auch neben dem Platz. Ich fordere aber eine gewisse Einstellung zum Fußball. Ich fordere, dass jeder während des Trainings voll fokussiert arbeitet.“ Zuschauer und Fans des TuS dürfen sich auf einen hoffentlich erfolgreichen Offensivfußball freuen: „Spielerisch bevorzuge ich Ballbesitz-Fußball. Ich will im Spiel gegen den Ball hoch attackieren und bin ein Freund des schnellen Umschaltspiels. Ich versuche den Matchplan des Gegners zu lesen und diesem dann mit eigenen Varianten das Leben schwerzumachen.“ Dragan Petkovic wird in den kommenden Wochen sicherlich mehrfach auf der Tribüne des Bremenstadions anzutreffen sein. Bis es für ihn im Juli so richtig losgeht ist aber auch klar: „Ich werde jetzt erstmal die Zeit mit den Kindern ausgiebig genießen und auskosten!“ (msc)

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