Ennepetal gewinnt trotz Niederlage

16.09.2019
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Sevag Kherlopian (links) und Dennis Drepper trauern einer vergebenen Chance hinterher. (Foto: Marinko Prša / Westfalenpost)

Die erste Saison-Niederlage beschäftigt Ennepetals Trainer Alex Thamm nach der Partie gegen den SC Westfalia Herne nur am Rand.

„Wir sind der Gewinner“, sagt Alexander Thamm – ein Satz der angesichts der ersten Saisonniederlage etwas seltsam daher kommt. Mit 1:2 (0:1) mussten sich Thamm und sein Team vom Fußball-Oberligisten TuS Ennepetal gegen den SC Westfalia Herne geschlagen geben.

Dabei müssen sich die Ennepetaler an die eigene Nase fassen, denn Chancen auf einen Sieg hatte der TuS fast am laufenden Band. „Wenn du den Ball aber dann noch nicht einmal auf das Tor bringst, kannst du auch kein Tor erzielen“, sagt Thamm nach der Partie über das Auslassen der Chancen seiner Spieler. Egal ob Ibrahim Lahchaychi, Christian Hausmann, Nils Nettersheim oder Sevag Kherlopian – keinem Ennepetaler gelang es, die vielen sich bietenden Chancen gegen destruktive Herner zu nutzen.

Und so war es eine Standardsituation, die die Gäste in Führung brachte. Nico Pulver hob einen Freistoß aus rund 20 Metern Torentfernung über die Mauer hinweg unhaltbar für TuS-Schlussmann Marvin Weusthoff. Thamm nimmt es gelassen: „Bis jetzt haben wir immer die Standards genutzt, um in Führung zu gehen, jetzt war es eben Herne“, so der Ennepetaler Trainer über den Herner Treffer zum 0:1-Rückstand in der 19. Spielminute.

Thamm mit klaren Worten

Generell wirkt Alexander Thamm nicht sonderlich verärgert über die Pleite gegen den bisherigen Tabellenvorletzten. „Fakt ist, dass wir am Dienstag wieder gerne zum Training gehen und froh sind, beim TuS Ennepetal zu spielen und nicht woanders“, sagt er. Der Übungsleiter spielt damit auf die vielen unsportlichen und oft auch unter die Gürtellinie gehenden Aussagen der Gäste an. „Ich bin sehr stolz darauf, dass meine Jungs und ich ruhig geblieben“, sagt Thamm.

Immer wieder waren von der Herner Bank und dem Publikum hinter den Trainerbänken Beschimpfungen oder abwertende Gesten gegenüber den Ennepetaler zu vernehmen. „Das kann mal für eins oder ein paar Spiele gut gehen, aber ich glaube nicht dass du damit auf Dauer erfolgreich bist“, sagt Alexander Thamm in Richtung Gästetrainer Christian Knappmann. Dieser beschäftigte sich gewohnt leidenschaftlich mit seiner eigenen Mannschaft, die auch im zweiten Durchgang vor allem damit beschäftigt ist, den TuS vom Tor fernzuhalten.

Drepper sorgt kurz für Hoffnung

Nur selten kommen die Herner vor das Tor von Marvin Weusthoff, wenn sie allerdings vor dem Ennepetaler Torhüter stehen, sind sie eiskalt. Sechs Minuten vor dem Ende schließt Darius Stawski einen Konter ab, sein harter aber unplatzierter Schluss glitt unter dem Arm von Weusthoff hindurch zum 0:2 ins Netz. Spiel gelaufen? Noch nicht ganz, denn die Ennepetaler kommen vier Minuten vor dem Spielende durch Dennis Dreppers vierten Saisontreffer noch einmal zurück, zum Ausgleich reicht es in der von den Gästen sehr robust geführten Restspielzeit nicht mehr.

„So bitter ist Fußball. Wir haben auch schon Spiele gewonnen, wo wir die schlechtere Mannschaft waren, jetzt haben wir als klar besseres Team eben verloren“, sagt Ennepetals Trainer Alex Thamm. Gewonnen hat sein Team zwar nicht, doch den Spaß am Fußball hat es nach der ersten Saisonpleite auch nicht verloren.



Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis
Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.
Autor: Heinz-G. Lützenberger
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