Zehnjähriger Ilyas hat den Traum vom Profifußballer

03.11.2018
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lyas Kalin will gerne irgendwann beim FC Bayern München spielen. (Foto: Heinz-G. Lützenberger)

Als Kapitän der E-Junioren des TuS Ennepetal hat der zehnjährige Ilyas Kalin klare Vorstellungen. Sein großes Vorbild ist Jérôme Boateng.

Mit zwei verspürte er erstmals den Wunsch, Fußball zu spielen. Mit drei ging es zu den „Fitten Füchsen“ des TuS Ennepetal. Schließlich spielte er als Vierjähriger bei den Minikickern. Jetzt, als Zehnjähriger, geht er in der Mannschaft der E-Junioren auf Punkte- und Torejagd. Und ginge es nach dem Wunsch von Ilyas Kalin, würde er irgendwann für den FC Bayern München auflaufen.

Ja, Profi-Fußballer, das wäre was! Mit allem was dazu gehört: Deutscher Meister, Sieg in der Champions League, Spieler der deutschen Nationalmannschaft. Und falls es nicht klappt, soll der spätere Beruf irgendwas mit Sport zu tun haben: Sportlehrer oder Fitness-Trainer. Auch das kann er sich vorstellen.

Vision einer Fußballerischen Laufbahn

Dabei ist Ilyas Kalin alles andere als ein Aufschneider, der große Töne spuckt. Ganz im Gegenteil. Bescheiden, sympathisch, höflich mit klaren Gedanken erläutert er die in seinem Alter noch recht vage Vision seiner fußballerischen Laufbahn. Klar ist, dass der Schüler des Reichenbach-Gymnasiums Ennepetal den Fußball sehr liebt. Das Training unter Lutz Otto ist ihm nicht genug. Steht kein Training oder kein Spiel auf dem Programm, dann jagt Ilyas Kalin dem runden Leder auf einem Bolzplatz hinterher. Fußball total sozusagen für den leidenschaftlichen Nachwuchsspieler.

Mit Corinna Tacke von der Grundschule Wassermaus und Siegfried Flüshöh vom Reichenbach-Gymnasium gibt es zwei Ennepetaler Lehrer, die Ilyas Kalin – wie auch viele andere Kinder – im Fußball gefördert haben. Schul-AGs gab es. Ilyas nahm das Angebot gerne an. Aber auch „weil viele Onkels Sport machen und Fußball spielen“ ist er an diesen Sport gekommen.

Vorbild: Jérôme Boateng

In der Mannschaft des TuS Ennepetal, die jetzt auch um Meisterschaftspunkte und um Pokal-Meriten auf Kreisebene spielt, hat sich Ilyas Kalin einen festen Platz in der Defensive erspielt. „Da habe ich auch einen besseren Überblick und kann so auch als Kapitän dirigieren“, sieht der Zehnjährige einen Vorteil in seiner Position. Ilyas nimmt einen Platz je nach Taktik in der Zweier- oder Dreierklette ein. „Wir spielen auf kleinen Feldern, da gibt es keine Vierer- oder Fünferkette“, erläutert Trainer Lutz Otto.

So ist es auch fast kein Wunder, wen der Ennepetaler Gymnasiast als fußballerisches Vorbild hat: Jérôme Boateng. Natürlich vom FC Bayern München. Natürlich in der Defensive. Die Art, wie der Nationalspieler auf dem Feld agiert, imponiert dem Ennepetaler. „Ich kann allerdings noch nicht die langen Pässe spielen. Das gelingt mir nur, wenn ich Ruhe habe“, sagt Ilyas Kalin. Trainer Lutz Otto widerspricht: „Das gelingt ihm oft und ganz gut. Auch seine Spieleröffnung ist vielversprechend.“ Als Ilyas Kalin dies hört, huscht ein sympathisches Lächeln über sein Gesicht. Dann ergänzt er, dass er auch eine gewisse Stärke im Kopfball habe. Doch so gut wie Boateng sei er nicht.

Erlebnis auf Schalke

Zu einem seiner prägenden bisherigen Erlebnisse zählt der Fußball an sich. Wenngleich er bei diesen Gelegenheiten nicht gegen das Leder getreten hat. Nein, denn als Einlaufkind zusammen mit weiteren Youngstern des TuS Ennepetal hatte Ilyas gleich zweimal große Erlebnisse auf Schalke. Er weiß noch genau, dass es die Bundesligaspiele zunächst gegen Wolfsburg, dann gegen Mönchengladbach waren. Und immer mit demselben Spieler an der Hand: Naldo. Ja, das war richtig klasse.

Klasse war auch, als er in einer Fußballschule zeigen konnte, was er drauf hat. Bei Timo Achenbach, der Ex-Profi aus dem Oberliga-Kader der Klutertstädter, hatte Ilyas auf dem Dach des Bochumer Bermudadreiecks gekickt. Auch das: Es war einfach klasse. Und so lebt er den Traum vom FC Bayern München.


Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis

Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.

Autor: Heinz-G. Lützenberger

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