Weusthoff macht Ennepetal froh

03.12.2018
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Starker Rückhalt, eiskalter Torschütze: Ennepetals Keeper Marvin Weusthoff (Foto: Misch / Westfalenpost)

Keeper verschießt in Nachspielzeit Strafstoß, trifft aber mit Nachschuss zum 1:0 in Gütersloh. Feld-Verweise gegen Bollmann und Beuckmann.

In der Fußball-Oberliga bleibt der TuS Ennepetal auch im zehnten Spiel in Folge unbesiegt – bei drei Unentschieden. Diesmal, beim FC Gütersloh, dauerte es bis in die Nachspielzeit, ehe der dreifache Punktgewinn für die Gäste feststand. Keeper Marvin Weusthoff zeigte sich nervenstark, tritt in der dritten Minute nach der regulären Spielzeit zum Strafstoß an – er scheitert, erst mit dem Nachschuss zappelt der Ball im Netz des Gastgebers.

Strafstoß muss man nicht geben

Dabei war die Szene, die zum Strafstoß führte nicht wirklich eindeutig. Dennis Drepper geht in den Strafraum, sucht für Ennepetal, obwohl die Mannschaft in Unterzahl agieren muss (Bollmann hatte das zweite Gelb kassiert), doch noch die Entscheidung. Ein Verteidiger kreuzt ihn, Drepper kommt zu Fall, es gibt einen Strafstoß der Kategorie „kann man, muss man aber nicht geben“. Kapitän und Keeper Marvin Weusthoff übernimmt die Verantwortung. Sein Pendant Frederic Westergerling hält den Elfer – aber nicht den Nachschuss.

Es war übrigens erst der zweite wirklich Schuss aufs Gehäuse der Gastgeber. Mitte der zweiten Halbzeit ist dies Simon Rudnik gelungen, in diesem „eigentlich typischen 0:0-Spiel“, wie es Ennepetals Trainer Alexander Thamm beschreibt. Der Mittelfeldmann tritt zur Ecke an, schießt den Ball direkt ins Netz von Gütersloh – auch weil der FCG-Keeper am Ball vorbeifliegt. Doch der Schiedsrichter will ein Stürmer-Foul erkannt haben, „obwohl von uns kein Spieler in der Nähe war“, so Thamm.

Übrigens hatte Marvin Weusthoff ebenfalls einen vergleichsweise ruhigen Tag im Heidewald-Stadion erwischt. Kein Ball kam aufs Tor, die Ennepetaler Abwehr-Festung hielt alles ab, was abzuhalten war. Mit einer Ausnahme: nach dem 1:0. Gütersloh drängt sofort nach vorne in den letzten, heißen Momenten. Alles warf die Mannschaft nach vorne, auch Keeper Westergerling. Und dieser kommt auch ans Leder, sorgte für die einzige Chance der Gastgeber – die Weusthoff pariert (90.+6).

Keine Frage, das Jubel und Erleichterung zum Schlusspfiff groß war. „Das war Kampf und Leidenschaft. Ein großes Kompliment an die Jungs. Es war ein Sieg der Gemeinschaft“, so Thamm.

Schließlich hatte Thamm gleich einen „Grand ohne Vier“ spielen müssen. Dass Abdulah El Youbari fehlte, war klar. Dass Tim Dosedal spielen würde, war eine leichte Hoffnung, die sich aber zerschlug. Nils Nettersheim fehlte aus beruflichen Gründen. John Conor Agnew hatte sich kurzfristig verletzt, musste passen. So rückten Ibrahim Lahchaychi und Oluremi Williams in die Startelf. Überdies erhielt Botan Mermer, der sich zuletzt auch in der Kreisliga-Reserve verdient gemacht hat, seine Chance. „Es hat sich wieder gezeigt, dass wir nicht nur einen großen, sondern auch einen breit aufgestellten Kader haben“, sagt Alexander Thamm.


Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis

Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.

Autor: Heinz-G. Lützenberger

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