Verwechslungsgefahr in Ennepetal

05.08.2019
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Lars (rechts) und Luke Späth spielen gemeinsam beim Fußball-Kreisligisten TuS Ennepetal II. (Foto: Privat)

Fußball-Kreisliga A: Die Zwillinge Luke und Lars Späth spielen gemeinsam bei der TuS-Reserve. Vertauschte Rollen bleiben beim Jugendtrainer von Volmarstein unbemerkt.

Ist das Lars Bender? Oder doch eher Sven Bender? Diese Frage dürften sich die Mitspieler der beiden Fußball-Profis, die aktuell zusammen bei Bayer Leverkusen spielen, des Öfteren gefragt haben. Beide sind Zwillinge und sehen gleich aus. Auch Joachim Löw, als er 2012 beide für die Nationalmannschaft nominierte, dürfte Probleme gehabt haben, beide zu unterscheiden. Für die damals anstehende Europameisterschaft wurde Lars in den endgültigen Kader berufen. Das ist allerdings kein Alleinstellungs-Merkmal der deutschen Nationalmannschaf.

Keeper Luke folgt seinem Bruder

Denn: Bei der zweiten Mannschaft des TuS Ennepetal ergibt sich in der kommenden Saison eine ähnliche Konstellation. Während Lars Späth schon seit einem Jahr bei den Ennepetalern in der Kreisliga A, Gruppe 2, spielt, wechselt für die anstehende Spielzeit sein Bruder Luke Späth zur TuS-Reserve ins Bremenstadion. Lars sagt dazu: „Ich freue mich, dass ich wieder mit meinem Bruder zusammenspielen kann.“

Beide spielten in ihrer Jugend beim SuS Volmarstein und wollten im Anschluss ihrer Jugendzeit in den Seniorenbereich des Vereins an der Köhlerwaldstraße wechseln. Dann funkte ihr Freund Moritz Müller dazwischen, der bis zur abgelaufenen Saison in der Jugend für Ennepetal spielte und jetzt zum Kader des Oberligisten zählt. Die Folge: Beide Brüder machten bei der zweiten Mannschaft der Klutertstädter mit. Luke, der im Tor spielt, wechselte aber erst nach Wetter. Beide erhielten Sperren, weil sie außerhalb der Frist den Verein wechselten.

Scherze nicht ausgeschlossen

Nun aber sind die beiden wieder vereint. Marc Schulte, der für die Zweite aus der Klutertstadt verantwortlich ist, sagt über die beiden: „Wenn sie sich keinen Scherz erlauben, sollten wir sie auf dem Platz unterscheiden können, weil sie auf unterschiedliche Positionen spielen.“ Denn während Luke Torwart ist, spielt Lars in der Abwehr. Allein die Trikotfarbe wäre eine andere – ein Merkmal zur Unterscheidung.

Dass die beiden sich keinen Scherz erlauben, ist aber nicht ausgeschlossen. Denn das ist nämlich schon einmal beim SuS Volmarstein geschehen. Luke Späth erzählt: „Wir haben einmal im Training unserer Positionen getauscht. Lars hat meine Sache angezogen und ich seine. Unseren Mitspielern ist das allerdings aufgefallen.“ Und er schildert weiter: „Unserem damaligen Trainer ist das nicht aufgefallen. Er war neu und kannte uns noch nicht so gut.“ Bei einem Spiel aber, erklärt Luke weiter, würde sie das nicht machen.

Keine Frage also: Bei beiden herrscht akute Verwechslungsgefahr. Aber das würde sich in Grenzen halten. „Bei denen, die uns länger kennen, ist das kein Problem. Die können uns unterscheiden“, sagt Luke. In der Ennepetaler Mannschaft beziehungsweise im Umfeld der TuS-Reserve werden sich wohl einige erst gewöhnen müssen und Marc Schulte sagt: „Ich hoffe, dass ich Merkmale finde, damit ich beide unterscheiden kann.“

Test bringt die Premiere

Diese gibt es. Lars meint, er wäre etwas größer als sein Bruder, während Luke das markantere Gesicht haben soll. Aber bis ihre Mitspieler die Unterschiede erkennen können, werden sich wohl manche fragen: „Ist das Luke? Oder eher Lars?“

Übrigens hatten beide Ende Juli im Freundschaftsspiel gegen FC Wetter II ihre gemeinsame Premiere. Wenngleich nicht beide zusammen auf dem Feld standen. Denn beim 5:2 (3:0)-Sieg stand bis zur Pause Lars Späth auf dem Platz und musste Haradin Ali Abdullah weichen. Luke Späth kam zur Pause ins Tor für Denis Mazedowski.



Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis
Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.
Autor: Lukas Brechtefeld
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