TuS Ennepetal reagiert auf Kritik aus Siegen – Riedel verwundert über die Aussagen des Siegener Trainers

04.09.2019
msc
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Thomas Riedel ist verwundert über die Aussagen des Siegener Trainers

Der TuS Ennepetal zeigt sich irritiert nach den Äußerungen von Dominik Dapprich, Trainer der Sportfreunde Siegen. Seine Mannschaft hatte das Oberligaspiel im Bremenstadion am Sonntag knapp mit 2:3 verloren. Danach ließ sich Dapprich zu der Aussage hinreißen, das Spiel hätte „mit Fußball nichts zu tun“ gehabt. „Die wissen selbst, dass sie fürchterlichen Fußball spielen. Die sind Tabellenführer und wissen eigentlich gar nicht, warum!“ Mit dieser Aussage wird Dapprich in mehreren Medien zitiert.

Mangelnder Anstand und Respekt

Thomas Riedel, sportlicher Leiter des TuS, hält in einem offenen Brief dagegen: Er wisse sehr wohl, warum sein Team an der Tabellenspitze steht. „Wir haben eine gute Mannschaft, die mit viel Leidenschaft spielt und eine tolle Kameradschaft hat, die in dieser Form in der Oberliga wohl einzigartig ist“, erklärt er. „Und wir haben einen sehr guten Trainer, der genau die Stärken und Schwächen der Mannschaft kennt und das Optimale herausholt.“ Riedel kritisiert vor allem die Umgangsform Dapprichs und spricht von mangelndem Anstand und Respekt gegenüber Mannschaft und Trainer. Da spielt es aus Sicht des TuS auch keine Rolle, ob der Sieg am Ende verdient oder eher glücklich war. „Wenn man bedenkt, dass uns am Sonntag noch sechs wichtige Spieler gefehlt haben, dann ist diese Leistung nicht hoch genug anzurechnen.“

Riedel lobt Stadion und Fans der Siegener

Auch die Anmerkung, dass die „zitierten Worte nicht auf einer Pressekonferenz fielen“ und wohl „eher nicht für die Öffentlichkeit bestimmt“ waren, möchte der TuS nicht als Entschuldigung stehen lassen – denn immerhin wurden die Aussagen offensichtlich in Gegenwart von Pressevertretern getätigt. Thomas Riedel zeigt sich dennoch versöhnlich: „Wir freuen uns schon jetzt auf das Rückspiel in Ihrem tollen Stadion und auf die super Fans“, richtet er den Blick nach vorne – und schiebt augenzwinkernd hinterher: „Bis dahin versuchen wir, mit unserem grausamen Fußball noch so viele Punkte wie möglich zu holen!“ (msc)

Der offene Brief im Wortlaut:

„Lieber Sportfreund Dapprich!

Mit Verwunderung haben wir Ihre Einschätzung zu unserem Spiel am Sonntag zur Kenntnis genommen. Hier fehlen vor allem Anstand und Respekt gegenüber unserer Mannschaft und unserem Trainer. Das ist nicht zu akzeptieren und sollte Ihnen mit Ihrer Vorbildfunktion so nicht passieren .

Sie sagen unter anderem: Wir wissen gar nicht, warum wir an der Tabellenspitze stehen. Doch, das wissen wir! Wir haben eine gute Mannschaft, die mit viel Leidenschaft spielt und eine tolle Kameradschaft hat, die in dieser Form in der Oberliga wohl einzigartig ist. Und wir haben einen sehr guten Trainer, der genau die Stärken und Schwächen der Mannschaft kennt und das Optimale herausholt.

Wenn man bedenkt, dass uns am Sonntag noch sechs wichtige Spieler gefehlt haben, dann ist die Leistung nicht hoch genug anzurechnen. Wir sind jedenfalls stolz darauf, dass wir gegen Vereine gewinnen können, die ganz andere Möglichkeiten haben.

Wir freuen uns schon jetzt auf das Rückspiel in Ihrem tollen Stadion und auf die super Fans! Bis dahin versuchen wir, mit unserem grausamen Fußball noch so viele Punkte wie möglich zu holen!

Mit sportlichem Gruß

Thomas Riedel
Sportlicher Leiter TuS Ennepetal“