Training in Coronazeiten – eine ganz besondere Herausforderung

27.06.2020
msc
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Vor allem die Kinder freuen sich! Training im Bremenstadion ist wieder möglich; wenn auch mit klaren Vorgaben (Archivbild)

Die Saison 2019/20 ist beendet. Eine denkwürdige Saison. Auch für den TuS Ennepetal. Fußball wurde seit März nicht mehr gespielt; auch der Trainingsbetrieb war über viele Wochen eingestellt. Erst jetzt, kurz vor Beginn der Sommerferien, kehrt ein Stück weit Normalität zurück ins Bremenstadion. Wenn man in diesen Tagen überhaupt von Normalität sprechen kann. Training in Coronazeiten? Ja, aber…

Endlich wieder Fußball!

Den Anfang durften die C- und die D-Junioren machen. Ein Test. Er ist geglückt – zwischenzeitlich haben auch die meisten anderen Teams wieder trainiert; wenngleich sie sich zum Teil wenig später direkt in die Sommerpause verabschiedet haben. Das Training selbst war zunächst geprägt von Distanz und Unsicherheit: Dürfen wir jetzt nebeneinander zum Platz gehen? Ist nicht vielleicht doch ein leichter Zweikampf drin? Dennoch: Die Erleichterung, die Freude, wieder vor den Ball treten zu dürfen, war allen anzumerken. Klein wie groß.

Training unter strengen Auflagen

Das Training in Coronazeiten erfordert Disziplin. Der TuS hatte sich zunächst bewusst dazu entschieden, die durch die Landesregierung ermöglichten Spielräume nicht voll auszunutzen. Die Sicherheit stand im Vordergrund. Und: Die Saison wurde Seitens des Verbandes abgebrochen; den sportlichen Druck gab es also auch nicht mehr. Gemeinsam mit der Stadt Ennepetal wurde ein Hygienekonzept entwickelt, das eine mögliche Ausbreitung des Virus bestmöglich verhindern soll. Das beginnt schon bei der Ankunft am Stadion: Die Spieler müssen eine Maske tragen, sich zunächst in den Räumen der Zuschauertoiletten die Hände waschen und dann gemeinsam mit den Trainern – natürlich mit Abstand – zum Platz zu gehen. Erst hier dürfen sie die Masken abnehmen. Nach dem Training das gleiche Spiel. Verabschiedungen mit Handschlag, Umarmung oder Abklatschen sollen vermieden werden. Immerhin: Mittlerweile darf auch wieder „richtiger“ Fußball gespielt werden; wenn auch mit der Vorgabe, „so wenig wie möglich körperbetont“ zu agieren. Zunächst war allerdings nur kontaktloses Training erlaubt – also etwa Laufeinheiten, Passformen und vielleicht noch Fußballtennis. Auch Eltern dürfen wieder beim Training zugucken, wenn sie denn auch auf den Tribünen den nötigen Abstand einhalten. Die Kabinen und Duschen stehen dagegen nach wie vor nicht zur Verfügung; die Spieler sollen also bereits umgezogen erscheinen.

TuS mit größtmöglicher Vorsicht und Sorgfalt

Die Liste der Vorgaben ist noch lang. Inwiefern sie in den kommenden Wochen weiter gelockert werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Fakt ist: In Ennepetal gibt es seit einiger Zeit keinen einzigen Fall einer Covid-19-Erkrankung. Fakt ist aber auch: Das kann sich sehr schnell ändern. Über die nötigen Maßnahmen wird der TuS Ennepetal auch künftig mit größtmöglicher Sorgfalt entscheiden und sich dabei auch stets mit der Stadt Ennepetal austauschen. Die Gesundheit aller Spieler, Trainer und Mitarbeiter des TuS steht dabei an erster Stelle – noch vor Toren und Punkten. Trotzdem sind alle Verantwortlichen bemüht, zum Start in die neue Saison auch sportlich bestmöglich vorbereitet zu sein…(msc)