Siepmann ist wieder eine Option

20.10.2019
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Nach überstandenen Problemen in der Leiste steht Innenverteidiger Stefan Siepmann (blaues Trikot) wieder im Kader des TuS Ennepetal. Ob er am Sonntag gegen Rhynern spielt, bleibt abzuwarten. (Foto: Rene Traut / Westfalenpost)

Starke Stürmer, starke Verteidiger für Standards gegen die beste Abwehr der Liga: Ennepetal empfängt am Sonntag Rhynern.

Spiele werden mit der Offensive gewonnen, Meisterschaften mit der Abwehr. Eine Binsenweisheit, die viele Ballsport-Trainer postulieren. Demnach ist Westfalia Rhynern ein ganz heißer Kandidat für den Titel in der Fußball-Oberliga. Der TuS Ennepetal, derzeit Dritter, empfängt am Sonntag die Mannschaft, die nur sechs Gegentreffer in den bisherigen zehn Spielen hinnehmen mussten. Absoluter Spitzenwert in der westfälischen Beletage. Doch nur Rang zehn ist bisher für die Westfalen herausgesprungen.

Offensive Viererkette möglich

Dass die sonntäglichen Gäste eine starke Abwehr haben, das ist unstrittig. „Mit Hahnemann hat Rhynern einen Torwart, der sich unglaublich stark entwickelt hat“, weiß Ennepetals Trainer Alexander Thamm, der zu seiner aktiven Zeit noch gegen den Torwart gespielt hat. „Außerdem beginnt die Abwehr-Arbeit nicht in der Abwehr, sondern viel weiter vorne. Und da ist Rhynern auch klasse aufgestellt.“ Und dennoch wird eine der Sonntagsfragen sein, wie Ennepetal die defensive Phalanx der Gäste knacken kann.

Das Personal dazu ist im Bremenstadion vorhanden. Es wäre auch nicht das erste Mal, dass Thamm mit einer offensiven Viererkette spielen ließe. Dadurch ergeben sich viele Lücken, daraus viele Chancen. Allein mit Kapitän Abdulah El Youbari sowie Ibrahim Lahchaychi, Dennis Drepper, Nils Nettersheim und Sevag Kherlopian sind fünf Spieler einsatzbereit, die alleine den Unterschied in der Offensive machen können. Überdies ist Ennepetal bei Standards gefährlich – wenn die langen Kerle aus der Innenverteidigung aufrücken wie Maik Bollmann oder Linus Frölich. Und auch Stefan Siepmann ist wieder eine Option. Er hat die Beschwerden in der Leiste überwunden, kehrt in den Kader zurück.

Sarr stößt wieder zum Kader

Einzig Philipp Breilmann wird definitiv fehlen. Er weilt mit der Schule in den USA für einen zehntägigen Trip. Schön für ihn, nicht so gut fürs Team. Doch der TuS Ennepetal wird dies kompensieren können. Zumal mit Wilfried Sarr ein Transfers-Coup gelungen ist. Die ersten Schritte in der Meisterschaft im Ennepetaler Dress machte Sarr Mitte September, als er in der 75. Minute in der Partie gegen Westfalia Herne eingewechselt wurde. Weitere Kurzeinsätze gegen Holzwickede, im Test gegen Schalke II, gegen Münster II und Rheine folgten. Im letzteren Spiel musste er nach 42 Minuten raus, weil er sich am Knöchel verletzt hatte. Das war am 6. Oktober. Mittlerweile ist der ehemalige Drittliga-Spieler wieder fit. Ob er im Kader sein wird, ob in der Startelf, bleibt noch abzuwarten. „Ich werde mich ohnehin erst nach dem Abschlusstraining entscheiden, wie der Kader, wie die Startelf am Sonntag aussehen wird“, so Thamm.

Ennepetal und Rhynern sind ähnlich ausgerichtete Mannschaften, die sich überdies auch gut kennen. Schließlich ist der jeweilige Kern lange zusammen. Man kennt die Stärken, man kennt die Schwächen. Das bedeutet aber nicht, dass sich beide neutralisieren werden, dass die Partie langweilig wird. „Das schließe ich aus. Beide suchen das Heil in der Offensive“, so Thamm.



Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis

Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.

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