Schon wieder macht’s der Keeper

21.09.2020
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Abdulah El Youbari im Spiel gegen Schermbeck (Foto: Westfalenpost / Michael Scheuermann

Torwart Marvin Weusthoff erzielt späten Treffer zum 2:2-Ausgleich gegen den SV Schermbeck. Thamm blickt auf „komisches“ Spiel zurück.

Der TuS Ennepetal hat einen neuen Top-Torjäger: Torwart Marvin Weusthoff steht mit nun drei Treffern an der Spitze der internen Torschützenliste. In einer hitzigen Partie sichert der Keeper seinem Team in der Schlussphase einen verdienten Punkt. Mehr war für die Ennepetaler aber auch aufgrund eigener Fehler und zweier roter Karten nicht drin.

Dass der SV Schermbeck nach zweiwöchiger Corona-Quarantäne heiß auf den Start in die Oberliga-Spielzeit war, merkte man im Ennepetaler Bremenstadion ab der ersten Minute. „Schermbeck hat uns in den ersten Minuten regelrecht überrollt. Die haben gebrannt wie eine Fackel“, blickt Ennepetals Trainer Alexander Thamm auf die ersten Minuten der Begegnung zurück.

TuS wacht erst nach Gegentor auf

Mit der Wucht, mit welcher der SV in das Spiel ging, mussten die Klutertstädter erst einmal zurecht kommen. „In den ersten drei Minuten hatte Schermbeck gefühlt schon zehn Eckbälle“, so Thamm.

Nach fünf Minuten konnte der Gast einen solchen Eckball dann auch zur eigenen Führung nutzen. Nicht der erste Standard-Gegentreffer der Ennepetaler in dieser Saison

Eine generelle Schwäche in der Verteidigung von Ecken sieht TuS-Coach Thamm aber nicht: „Die Jungs ärgern sich selbst am meisten darüber, dass wir den Gegentreffer nicht verhindern konnten. In dieser ausgeglichenen und qualitativ hochwertigen Liga liegt es aber auch nicht immer nur an schlechtem Abwehrverhalten, sondern manchmal auch daran, dass die gegnerischen Teams es einfach gut machen“, so der Coach.

Nach dem frühen Rückstand ging ein Ruck durch die Ennepetaler Mannschaft. Mit der ersten gelungenen Offensiv-Aktion glichen die Klutertstädter die Begegnung dann nur drei Minuten später durch Kapitän Abdulah El Youbari auch wieder aus.

In der Folge entwickelte sich eine hitzige Partie, in der man merkte, dass beide Mannschaften mit voller Kraft auf das nächste Tor gehen wollten.

Nach Vorarbeit von Linksverteidiger Deniz Yasar hatte Ennepetal in der 28. Minute die Möglichkeit, sich für den hohen Aufwand zu belohnen. Der TuS-Kapitän scheiterte jedoch aus kurzer Distanz und setzte den Ball über das Gehäuse der Schermbecker.

„In der Halbzeit hatten wir alle ein komisches Gefühl. Es war bis dahin eine eigenartige Partie“, sagt Alexander Thamm.

Auch nach Wiederanpfiff gab es auf beiden Seiten zahlreiche Torraumszenen. Die Abschlüsse beider Teams verfehlten ihr Ziel dabei aber zu häufig. Nach 64 Minuten geriet der TuS dann durch erneutes Foulspiel Robin Gallus in Unterzahl. Der TuS-Akteur sah nach einer Grätsche vor dem eigenen Sechzehner die Gelb-Rote Karte.

Elfmeter und Platzverweis

In der 77. Minute ging der Gast dann durch einen schönen Spielzug wieder in Führung. Statt sich mit der Niederlage abzufinden, versuchte Ennepetal aber noch einmal alles. Nach einem Foulspiel an El Youbari im Schermbecker Strafraum zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Nach seinem Doppelpack am vergangenen Wochenende schnappte sich erneut Torwart Marvin Weusthoff das Leder und erzielte den Ausgleich zum 2:2.

Kurz vor Ende der Partie ließ sich TuS-Kapitän El Youbari dann noch zu einem groben Foulspiel hinreißen. Der Schiedsrichter entschied korrekt auf Platzverweis.

„Die Schlussphase war schon sehr hitzig. Schermbeck hat dann einen Ball nicht zurückgespielt, den wir zuvor ins Aus geschossen hatten, weil ein Spieler verletzt auf dem Boden lag. Danach hat sich Abi dazu hinreißen lassen, das war unnötig“, kommentiert Thamm die letzte Szene des Spiels.



Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis

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