Nettersheim trifft, Weusthoff hält

29.04.2019
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Erzielt die 1:0-Führung für den TuS Ennepetal beim 1.1 beim SV Schermbeck: Nils Nettersheim. (Foto: Michael Scheuermann / Westfalenpost)

Der TuS Ennepetal kommt vom SV Schermbeck mit einem glücklich erkämpften 1:1-Unentschieden zurück. Tor von Lahchaychi nicht anerkannt.

Punkt für Punkt kommt der TuS Ennepetal dem Klassenerhalt näher – obwohl er als Sechster der Fußball-Oberliga nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben müsste. Immerhin fehlt rechnerisch nicht mehr viel. Gastgeber SV Schermbeck steht nur um zwei Plätze und zwei Punkte schlechter da, dürfte nach dem 1:1 (0:1) gegen die Klutertstädter für eine kommende Oberliga-Saison die Planungen aufnehmen.

Schermbeck optisch überlegen

Weil Schermbeck in der Tabelle nicht so sicher wie die Klutertstädter steht, war die Truppe motivierter, sorgte für ein optische Überlegenheit. So ist es auch kein Wunder, dass Ennepetals Trainer Alexander Thamm von einem glücklichen Remis spricht. „Wir haben einen Punkt gewonnen. Wir hätten uns auch nicht beschweren dürfen, gewinnt Schermbeck das Spiel“, so seine Analyse nach dem Abpfiff.

Dabei hatte Ennepetal durchaus die Chance, am Ende sogar alle drei Punkte mitzunehmen. Denn nach einem Angriff verlängert Nils Nettersheim den Ball, Ibrahim Lahchaychi steht ziemlich frei im Strafraum, hebt den Balls ins Netz. Doch Schiedsrichterin Kathrin Heimann pfeift ab, folgt der Entscheidung ihres Assistenten – der fälschlicherweise eine Abseits-Position angezeigt hatte. „Es war eine von 90 Prozent der falschen Entscheidungen des Gespanns auf beiden Seiten. Der Linienrichter hat sich hinterher entschuldigt, weil er einen Spieler von Schermbeck übersehen hatte“, so Thamm. Indes glaubt der Ennepetaler Trainer nicht, dass dieses 2:1 den Ennepetalern zum Sieg verholfen hätte: „Ich weiß nicht, ob wir diese Vorsprung über die Zeit von einer Viertelstunde gebracht hätten.“

Grund dieser Aussage ist, dass Schermbeck nicht nur optisch überlegen war, sondern auch etliche klare Chancen herausspielte. Doch immer wieder fanden die Angreifer der Gastgeber den Meister in Marvin Weusthoff, dem einmal mehr exzellent aufgelegten Keeper des TuS Ennepetal. „Da hat Schermbeck gegen Weusthoff gespielt“, so Gastgeber-Trainer Thomas Falkowski lakonisch.

Falkowski hatte auch eine Abseitsstellung der Ennepetaler beobachtet, kurz bevor Nils Nettersheim die 1:0-Führung der Gäste markieren konnte (43.). Einen Einwurf, den Ennepetal zugesprochen bekam, hätte es eben wegen einer Abseitsstellung nicht geben dürfen. Ähnlich falsch lagen die Schiris, als Nikolaj Zugcic das 1:1 (66.) erzielte. „Doch was soll das Lamentieren“, sagt Thamm. „Es war keine einseitige Benachteiligung, das Remis ist in Ordnung, den Punkte nehmen wir gerne mit.“



Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis
Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.
Autor: Heinz-G. Lützenberger
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