Jörg Behnert: „Wir möchten gerne mehr Begeisterung im Umfeld schüren!“

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11.08.2017
msc

Am Sonntag beginnt die Saison in der Oberliga Westfalen. Für den TuS wird es die sechste Spielzeit in der höchsten Amateurklasse. Und für den neuen Trainer Jörg Behnert steht das Pflichtspiel-Debüt im Bremenstadion an. Grund genug, mit ihm vorab über seine ersten Eindrücke beim TuS und die Erwartungen an die neue Saison zu sprechen. (msc)

 

Jörg, du hast die ersten Wochen im Bremenstadion hinter dir. Welche Eindrücke hast du gewonnen?

„Das ist alles durchweg positiv; so wie ich es auch erwartet hatte. Ich bin auf eine intakte Mannschaft mit vielen guten Charakteren getroffen, auf ein intaktes Umfeld und liebe nette Menschen. Die Bedingungen in der Vorbereitung konnten kaum besser sein. Trotzdem hatten wir große Probleme. Das lag in erster Linie an den Urlaubsplanungen der Spieler und an Krankheiten und Verletzungen. Das war also eine durchwachsene Vorbereitung; aber da kann keiner etwas für – da hatte ich auch mit gerechnet…“

 

Was bedeutet das für Saisonstart?

„Das heißt, dass wir nicht mit 100 Prozent in die Saison gehen. Nichts desto trotz werden wir am ersten Spieltag eine schlagkräftige Truppe aufstellen. Die Mannschaft hat in den vergangenen Wochen zwei Gesichter gezeigt: Im Spiel gegen die Niederrhein-Oberligisten Hilden und Velbert haben wir mit einem Sieg und einem Unentschieden sehr gut gespielt. Das andere Gesicht haben wir dann – auch bedingt durch die dünne Besetzung – in Monheim gesehen, wo wir relativ dumm 0:2 verloren und nichts von dem gemacht haben, was wir uns erarbeitet hatten… Und im Westfalenpokal gegen Iserlohn war es dann eine absolute Nicht-Leistung. Da hat gar nichts gepasst. Da kamen wir zwar aus einer vollen Trainingswoche und es standen Leute auf dem Platz, die nicht fit sein konnten – aber das darf trotzdem keine Entschuldigung sein.“

 

Kam dieses Spiel eine Woche vor dem Saisonstart vielleicht genau zum richtigen Zeitpunkt?

„Das kann schon sein. Ich glaube wie gesagt sehr wohl, dass wir eine intakte Mannschaft haben. Und wir haben dieses Spiel in der Trainingswoche aufgearbeitet. Da hat die Mannschaft klar signalisiert, dass das eine Katastrophe war. Und da ich fest an die Mannschaft glaube, bin ich mir sicher, dass wir zum Saisonstart ein anderes Gesicht sehen werden. Man kann also mal von einem brutalen Schuss vor Bug zur rechten Zeit reden – wobei man das „zur rechten Zeit“ in Anführungszeichen setzen muss! Es war immerhin ein Pflichtspiel. Den Westfalenpokal muss man sich durch den Sieg im Kreispokal erstmal hart erarbeiten. Wenn man sich so etwas dann kaputt macht, ist das einfach nur dumm!“

 

Und jetzt komme Marl-Hüls zum Start in die neue Oberliga-Saison. Was glaubst du erwartet euch da?

„Auch Marl-Hüls hat im Westfalenpokal gegen Hamm verloren. Die hatten einen großen Aderlass; z.B. mit dem Weggang von Sebastian Westerhoff. Der Kader ist wohl nicht so stark, wie in der Vorsaison. Ich glaube, das wird ein offenes Spiel. Im Pokal haben wir sie beobachtet – deswegen glaube ich, dass wir die Mittel haben, Marl-Hüls zu schlagen.“

 

Und dann geht’s weiter… was glaubst du, ist in der Saison möglich? Die Liga ist ja unheimlich stark…

„…Das ist wahrscheinlich die stärkste Oberliga in Deutschland! Da sind unfassbar gute Mannschaften drin; das ist eine richtig bekloppte Liga! Schalke II, mit einem dicken Etat, dazu Lippstadt, Hamm, Herne, Haltern, Ahlen, Siegen – das sind alles Vereine, die ganz andere Möglichkeiten haben, als der TuS. Unser Ziel sollte es deshalb bleiben, die Liga zu halten. Und es gibt auch viele Mannschaften auf Augenhöhe – davon wollen wir vier hinter uns lassen. Über nichts anderes denken wir nach.“

 

Was erhoffst du dir für die Saison von Verein und Umfeld?

„Im ersten Testspiel gegen den FSV Gevelsberg hatten wir 16 zahlende Zuschauer. Das hat mich total erschrocken und gewundert. Im Spiel gegen Velbert waren es dann relativ viele Zuschauer, die dann auch ein gutes Spiel gesehen haben. Ich hoffe, dass wir da mit der Mannschaft vielleicht ein bisschen mehr Begeisterung erzeugen konnten. Außerdem haben wir im Verein Patenschaften gegründet: Jeder Spieler aus der Oberligamannschaft begleitet eine Jugendmannschaft als Pate. Ich hoffe somit auf eine engere Verzahnung mit der Nachwuchsabteilung. Wir möchten gerne mehr Begeisterung im Umfeld schüren. Da dürfen wir den Zuschauern natürlich nicht mit einem 0:5 in Iserlohn vor den Kopf stoßen… Deshalb werden wir versuchen, das künftig besser zu machen. Das haben Mannschaft und Verein einfach verdient…“