Imposante Serie von Ennepetal reißt

10.12.2018
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Ein spannendes Duell liefert sich Mehmet Zeki Tunc (r.) und Sebastian Mützel. (Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de)

0:1 gegen Ahlen ist erste Niederlage seit dem 16. September. Hinrunde als Dritter und mit stolzen und unglaublichen 34 Punkten beendet.

Eine stolze Serie geht zu Ende. Dass es mal so kommen musste, ist eigentlich jedem Fußball-Fan klar. Dass es jetzt den Oberligisten TuS Ennepetal erwischt hat, schmerzt dennoch dem geneigten Freund der Klutertstädter. Jedenfalls hieß es nach 90 Minuten 0:1 (0:1) gegen RW Ahlen. Bisher hatte Ennepetal zehn Spiele in Folge nicht verloren; jetzt die erste Niederlage seit dem 16. September mit dem 0:3 gegen Spitzenreiter FC Schalke 04 II.

Dies, und dass Ennepetal in der Hinrunde kaum für möglich gehaltene 34 Punkte geholt hat, das zählte unmittelbar nach dem Abpfiff nicht. Als Ennepetals Trainer Thamm die Kabine betrat, herrscht Grabesstille. „Die Jungs waren maximal frustriert“, beschreibt Thamm die Stimmung. Die Spieler schauten nach unten, keiner wollte etwas sagen. „Das spricht für die Spieler, die längst nicht satt sind, weil vermeintlich die Klasse gesichert sein kann“, sieht Thamm einen positiven Aspekt.

Stellwert signifikant gestiegen

Überdies zeigt die Reaktion des Gegners, dass der Stellenwert der Ennepetaler in der Oberliga signifikant gestiegen ist. Ennepetal ist längst keine Laufkundschaft für Punkte mehr. Denn die RW-Akteure jubelten auf dem Platz wie wild, kamen sangesfreudig und freudetrunken in die Kabine. „Als hätte sie eine Weltmeisterschaft gewonnen“, so Thamm. Und die große Freude der Ahlener zeigt, dass es schon eine Wucht war, gegen einen TuS Ennepetal zu gewinnen.

Es war längst nicht ausgemacht, dass die bessere Mannschaft die drei Punkte gewinnen sollte. Es war eine Partie auf Augenhöhe. Zunächst hatte Ahlen eine leichte Überlegenheit. Vor allem im Mittelfeld gelang der RW-Spielern immer wieder der Ballbesitz. Wenn nicht im ersten, dann doch im zweiten Ball. Andererseits hatte Ennepetal schon klarere Chancen. Tunc gleich zweimal. Zunächst nach knapp 20 Sekunden, als er nach einem Solo das Gäste-Gehäuse knapp verfehlte. Nach 20 Minute sprintete er erneut alleine aufs Tor, hatte nur noch Gäste-Keeper Oberwahrenbrock vor sich. Doch dieser hatte in einer Glanztat diese Chance vereitelt. „Führen wir, geht die Begegnung ganz anders aus“, so Alexander Thamm.

Nach der Pause legte Ennepetal einen Zahn zu. Mehr Offensive wechselte Alexander Thamm ein. Zunächst mit John Conor Agnew (46.), dann mit Ibrahim Lahchychi (57.) und schließlich mit Tim Dosedal (72.). Und tatsächlich stürmte Ennepetal nun intensiver – allerdings eröffnet dies auch Räume für Ahlen. Nur gut, dass Ennepetals Keeper Marvin Weusthoff einmal mehr einen starken Tag hatte und hundertprozentige Chancen der Gäste vereitelte.

Bollmann durfte doch spielen

Schwerstarbeit hatte die Ennepetaler Verteidigung zu verrichten. Insbesondere Innen, mit den unglaublich starken Stürmern Onucka und Torschütze Yilmaz, die stets in Bewegung waren, stets Räume eröffneten und auch selbst gefährliche Chancen hatten.

Eine Innenverteidigung mit einem starken Maik Bollmann, der übrigens doch spielen durfte. Denn nach einem gelbroten Feldverweis ist der Akteur für ein Pflichtspiel gesperrt. Das war das Pokalspiel. Bei einer Sperre nach einer fünften Verwarnung gilt die Sperre für das nächste Oberligaspiel…


Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis

Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.

Autor: Heinz-G. Lützenberger

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