Hier dürfen alle mitspielen

13.06.2019
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Bereits zum dritten Mal richtet der TuS Ennepetal den „BVB Family Cup“ aus. Lutz Otto und Tanja Richartz erklären die Besonderheiten des Turniers.

Ein unübliches Fußball-Turnier findet am kommenden Sonntag im Bremenstadion statt. Kinder, Eltern und Geschwister treten gemeinsam gegen den Fußball. Der TuS Ennepetal richtet den Opel/BVB Familie-Cup zum dritten Mal aus. Wir haben mit Lutz Otto und Tanja Richartz gesprochen, die das Turnier organisieren.

Worum geht es bei dem Turnier?
Lutz Otto: Das Turnier ist ein Familienturnier und grenzt sich von dem Standard ab. Bei anderen werden die Geschwister mitgeschleppt und langweilen sich. Hier spielen sie und auch die Eltern mit.

Wie kam das Turnier nach Ennepetal und wie waren die vergangenen Turniere?
Otto: Das Turnier kam durch Andreas Niehues vom Autohaus Nolte zu uns. Sein Sohn spielt bei uns und Andreas hat uns gefragt, ob wir nicht Lust hätten, das Turnier auszurichten. Das erste Mal war dann ein voller Erfolg, was sich beim zweiten Mal gesteigert hat. Wir hoffen, dass sich das nun fortsetzt.

Wie kommt und kam die Veranstaltung bis jetzt an?
Tanja Richartz: Beim ersten Mal kamen etwa 650 Menschen. Im vergangenen Jahr waren es dann so um die 750 bis 800. Für die Kinder
ist das eine besondere Geschichte.

Was ist das Besondere an Eurem Standort?
Otto: Wir machen das Turnier etwas anders. An anderen Standorten kommen alle teilnehmenden Mannschaften in einen gemeinsamen Lostopf. Wir finden das aufgrund des Altersunterschieds zwischen Sechs-und Vierzehnjährigen unglücklich und teilen die Mannschaften in vier Gruppen nach Alter auf. Erst in der Endrunde können ältere auf jüngere Kinder treffen.
Richartz: Erwachsene dürfen bei uns auch kein Tor schießen, woanders dürfen sie das mit dem Kopf. Es gibt Menschen, die neigen auch bei solchen Veranstaltungen dazu, unbedingt gewinnen zu wollen.

Treten da Probleme auf?
Otto: Wir sprechen vorher an, dass die Erwachsenen sich zurückhalten sollen. Aber es gibt immer welche, die über die Stränge schlagen. Die nehmen wir raus und reden mit ihnen. Wenn Erwachsene foulen, bekommen sie Zeitstrafen. Wir haben Schiedsrichter, die die Spiele leiten und eingreifen können.

Was gibt es abseits des Platzes?
Richartz: Wir haben dieses Jahr eine Hüpfburg, einen Schminkstand, ein Bastel- und Malzelt, Rollenrutsche und ein Bungeetrampolin. Es kommt das Fanmobil, Maskottchen Emma und ein Foodtruck. Die Mannschaften können sich ihre Namen selbst aussuchen.

Was waren die lustigsten Namen?
Otto: Wir hatten in den vergangenen Jahren die „Wuppertaler Lattenkracher“ oder die „Dönermafia“. Auch beliebt sind Namen, die den Fuchs beinhalten. Richartz: Es ist immer sehr lustig, wenn Lutz die Namen der Mannschaften über die Lautsprecher ausruft und die nächsten Spiele ansagt, weil es oft verrückte Namen sind.

Borussia Dortmund richtet das Turnier aus, darf ich auch als Schalke- Fan vorbeikommen oder wird Emma sauer?
Otto: Als Schalke-Fan darfst du nicht kommen (lacht). Nein, dann hätten wir schon im Orga-Team Probleme, weil ich Bayern-Fan bin und jemand anderes Schalker ist. Die Farben sind bei dem Turnier egal, es geht um Familie und Fußball.

Nehmen Sie als Veranstalter Geld ein und wohin fließt es?
Otto: Wir hoffen, das wir etwas Geld einnehmen. Das Geld würde dann in unsere Jugendabteilung fließen. Dort wird es aufgeteilt auf die Mannschaften, aus denen Spieler am Family Cup teilnehmen.

Sieben Vorrundensieger spielen Finale in Dortmund

Der BVB-Family Cup wird in sieben Städten in Nordrhein- Westfalen, Sachsen und Thüringen ausgetragen.
Ein Team kann bis zu 15 Spieler benennen, Erwachsene können dabei immer nur gemeinsam mit Kindern antreten.
Die Sieger der sieben Turniere spielen in Dortmund den Sieger aus und besuchen ein Heimspiel, bei dem der Sieger geehrt wird.