Ennepetal verteidigt zweiten Platz

05.11.2018
ai
Facebook
Twitter
Google+
http://www.tus-ennepetal.de/ennepetal-verteidigt-zweiten-platz">
Auch Interessant
Knapp, aber drin – Drepper erzielt die 1:0-Führung für Ennepetal. (Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de)

Agnew, Drepper und Hausmann treffen zum 5:0 (3:0) -Sieg gegen Aufsteiger Schermbeck. Große Angriffslust aus starker Defensive heraus.

„Das ist ja Wahnsinn“, hallte es durch das Rund des Bremenstadions. Gerade hatte John Agnew mit einem zauberhaften Freistoß die 3:0-Führung erzielt – und verzückte stellvertretend für die Anhänger der Gastgeber Stadionsprecher Marc Schulte. Schließlich verzauberte der Fußball-Oberligist TuS Ennepetal seine Freunde mit dem 5:0 (3:0) gegen Aufsteiger SV Schermbeck – womit die Klutertstädter den zweiten Tabellenplatz verteidigen.

Die ersten 20 Minuten entschieden die Begegnung. Erste Minuten, in denen durchaus Schermbeck unter Beweis stellte, dass sie einen unangenehmen Gegner darstellen können. „Anfangs war Schermbeck besser“, so Gastgeber-Trainer Alexander Thamm. Doch die Treffer markierten die Gastgeber.

Erste Ecke zum ersten Treffer

Trotz der Überlegenheit der Gäste haben sich die Ennepetaler nie verkrochen. Aus der sicheren 4er-Kette heraus kreierten die Klutertstädter gerne eine 5er-Kette – nämlich in der Offensive. Der fleißige Nettersheim, der ungemein lauffreudige Drepper, dazu der sprintstarke Lahchaychi haben ohnehin den Drang gen gegnerischem Strafraum. Aus dem Mittelfeld reihte sich Dosedal vorn eine, aus der defensiven Kette Nuel. Schermbeck ist nicht die erste Mannschaft, die dieser offensive Ausrichtung fast hilflos gegenüber stand. Jedenfalls machte die Gäste-Defensive nicht immer die beste Figur bei den Gegentreffern.

So nach einer knappen Viertelstunde zur ersten Ecke der Ennepetaler. Drei Spieler der Gastgeber sind im 5er-Raum, keiner wird richtig abgeschirmt, Drepper ist es schließlich, der das Leder knapp, aber eindeutig hinter die Linie bugsiert. Nur zwei Minuten später fasst sich Lahchaychi ein Herz, zieht aus knapp 30 Metern volle Lotte ab, der Ball knallt gegen den Pfosten. Hausmann nimmt den Abpraller auf, trifft zum 2:0 (16.). Und nur weitere drei Minuten später das Tor des Tages. Dosedal wird kurz vor der Strafraumgrenze gefoult, zum fälligen Freistoß tritt Agnew an. Mit einer unglaublich schönen Eleganz schwebt das Leder ins Gäste-Netz. Keiner der Schermbecker hatte eine Reaktion parat, Keeper Drobe, der später verletzt ausgewechselt werden musste, sah dem Leder nur noch hinterher.

Das war’s, die Begegnung war entschieden. Zumal noch vor der Pause Ennepetal das Ergebnis hätte höher schrauben können. So durch einen spektakulären Drehschuss von Lahchaychi, der nur knapp das Tor verfehlt (36.). Und erneut war Lahchaychi beteiligt, als es um eine weitere Möglichkeit ging. Diesmal als Vorbereiter, mit einer mustergültigen Flanke auf Drepper. Dessen Drehschuss kann Gäste-Keeper Drobe mit tollem Reflex entschärfen.

TuS-Trainer Alexander Thamm: „Es ist unglaublich, was in den ersten 20 Minuten passiert ist. Wir machen drei Schüsse und erzielen drei Tore. Bis dahin war Schermbeck besser. Allerdings haben sich die Jungs diesen Lauf auch erarbeitet, habe sich für die klasse Trainingsleistung und für die auf dem Platz belohnt.“

Nach der Pause versuchte Schermbeck, mehr Druck aufzubauen, Gäste-Trainer Falkowski brachte unter anderem den ehemaligen Ennepetaler Stürmer Schröter, doch in der zusehens verflachenden Partie behielten die Ennepetaler die Überlegenheit – und hatten in Drepper (55.) und Agnew (67.) die erneuten Torschützen.


Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis

Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.

Autor: Heinz-G. Lützenberger

www.wp.de