Ennepetal verliert Tabellenspitze

07.10.2019
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Dennis Drepper (rotes Trikot) trifft zur 1:0-Führung. Ennepetal verliert aber 1:2 in Rheine. (Foto: Marinko Prša / Westfalenpost)

In der Fußball-Oberliga verliert der TuS Ennepetal mit dem Spiel in Rheine auch die Tabellenführung.

Als Favorit und Spitzenreiter der Fußball-Oberliga war der TuS Ennepetal angereist. Das muss nichts heißen – wie die Klutertstädter schmerzhaft erfahren mussten. Der gastgebende FC Eintracht Rheine behielt vor 317 Zuschauern mit 2:1 (1:1) die Oberhand und stürzte Ennepetal so von der Tabellenspitze. „Eine verdiente Niederlage“, so TuS-Trainer Alexander Thamm, „weil wir zu viele falsche Entscheidungen getroffen haben.“

Beginn mit flottem Fußball

Indes begann die Begegnung mit flottem Fußball. Was vielleicht auch daran lag, dass der TuS Ennepetal seine Spielweise einmal mehr ausgesprochen offensiv angelegt hatte. Mit der Dreierkette Bollmann, Frölich und Sarr hinten, mit einer variablen Viererkette vorne mit El Youbari, Lahchaychi, Nettersheim und Drepper. Wobei die beiden Letztgenannten sich die Aufgabe im Sturmzentrum teilten, Lahchaychi und El Youbari durchaus hinten halfen. Im Mittelfeld kurbelten immer wieder Gallus als Regisseur das Ennepetaler Spiel an. Aus dem defensiven Mittelfeld heraus agierten Hausmann und Williams.

Durch das frühe Pressing provozierten die Ennepetaler immer wieder Fehlpässe der Gastgeber. Selbst Konter wollten Rheine nicht immer so wie geplant gelingen. Aus so einer Situation entstand auch die Gäste-Führung. Eine Ennepetaler Ecke wehrt Rheine ab, doch der Konter landet im Aus. Als Keeper Marvin Weusthoff den Ball bekommt, sondiert er das Feld. Dann ein weiter Pass, Nettersheim legt am gegnerischen Strafraumrand mit dem Kopf auf, und Drepper markiert die Führung. Das war auch die Phase, in der Ennepetal auch ein leichtes optisches Übergewicht hatte. Drepper hätte wenige Minuten später gar erhöhen können. Doch einen schlecht gespielten Rückpass ergatterte FC-Keeper Hinkerohe rechtzeitig.

In der folgenden Phase fühlten sich die Gäste offensichtlich zu sicher. So erlaubte sich die Defensive die eine oder andere Nachlässigkeit. So, als Rosum pfeilschnell in den Strafraum gelangte, Sarr kaum eine Abwehrchance hatte und der FCR-Akteur zum Pausenstand traf. Weusthoff war machtlos. Kurz darauf fast die Führung der Gastgeber – als Ehler das Gehäuse knapp verfehlte.

Unmittelbar nach der Pause – Ennepetal musste bereits vor dem Seitenwechsel Yazar für den verletzten Sarr einwechseln – machten die Gastgeber einen motivierteren Eindruck, der prompt belohnt wurde. Erneut war es Rosum, den die Ennepetaler nicht in den Griff bekamen. Die Gäste erhöhten zwar noch den Druck, ohne aber wirklich für einen Sieg, geschweige denn für einen Punktgewinn infrage zu kommen . . .



Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis
Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.
Autor: Heinz-G. Lützenberger
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