Ennepetal scheitert in Maaslingen

10.10.2019
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Ratlos in Maaslingen: der Ennepetaler Trainer Alexander Thamm ist nach dem 0:5-Aus beim Landesligisten fast sprachlos. (Foto: Marinko Prša)

Fußball-Westfalenpokal: Thamm-Truppe wird Favoritenrolle beim Landesligisten nicht gerecht und bezieht mit 0:5 (0:2) ordentlich Prügel. Große Probleme auf kleinem Platz.

Wie konnte das passieren? Diese Frage an Trainer Alexander Thamm sorgte für eine lange Pause. Eine ungewohnt lange Pause. Ein kurzes, unsicheres Auflachen, dann wieder Pause. „Ich weiß es nicht“, sagt er. „So etwas Krasses habe ich noch nicht erlebt.“ Gerade hat der Fußball-Oberligist TuS Ennepetal seinen Meister im Westfalenpokal in einem Landesligisten gefunden. Der SC RW Maaslingen besiegt am Mittwochabend die Gäste aus der Klutertstadt mit sage und schreibe 5:0 (2:0). Damit bedeutet das Achtelfinale die Endstation für den TuS Ennepetal.

Alptraum Bastian Rode

Vor allem ein Spieler wird in den Alpträumen der Ennepetaler wandeln: Bastian Rode. Der Stürmer der Ostwestfalen schenkte den favorisierten Gästen die ersten drei Treffer ein. Aaron Kuhlmann, der statt Marvin Weusthoff im Ennepetaler Gehäuse stand, musste den britischen Hattrick bis zur 55. Minute hinnehmen. Und Maaslingen ließ nicht locker, ließ die Treffer vier und fünf folgen. Keine Gnade mit dem Oberligisten, große Freude bei Spielern, Trainern und den 150 Zuschauern.

Bereits mit dem ersten Treffer zeigte sich, dass Ennepetal große Schwierigkeiten auf dem kleinen Platz haben würde. Der Start war aus Ennepetaler Sicht ganz passabel – auch wenn zwingende Chancen nicht dabei heraus sprangen. „Ein enger Platz. Wir konnten nicht wie gewohnt in die Breite und in die Räume gehen“, so Thamm. Dafür aber der Gastgeber. Dessen Keeper Karsten Römbke trat den Ball einfach nach vorne. Die Ennepetaler Defensive bekam nichts in den Griff. Rode stand goldrichtig, lupfte das Leder, Kuhlmann war das erste Mal geschlagen. Auch beim zweiten Gegentreffer sah die Abwehr alles andere als gut aus. „Das war ein Ball, der zu verteidigen war“, so Thamm, der es allerdings unterließ, irgendeinem seiner Spieler den Kopf abzureißen, ihn stark zu kritisieren. Denn: „Der Einsatz und das Engagement waren ja durchaus gut. Da kann ich keinem einen Vorwurf machen“, so Thamm. „Das macht das Ergebnis ja so unerklärlich für mich.“

Dabei hatte Alexander Thamm wie angekündigt seine beste Mannschaft aufgeboten. Alleine mit Bollmann, Williams, Hausmann, Lahchaychi und Nettersheim hatte der Ennepetaler Trainer fünf Akteure zum Anpfiff auf dem Platz, die auch zuletzt in Rheine von Beginn an dabei waren. Gerding, Yasar und Kherlopian kamen beim Meisterschaftsspiel in Rheine im Laufe der Begegnung, aber diesmal standen sie von Beginn in der Formation. Und auch die Bank war stark. Nominell. Von ihr kamen Gallus, Drepper, Frölich und Müller. Doch für eine Wende reichte es nicht . . .



Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis

Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.

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