Ennepetal nach Derby-Sieg Dritter

22.10.2018
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Derby
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Nils Nettersheim und Dylan Oberlies treffen zum 2:0 (1:0)-Sieg gegen die TSG Sprockhövel. Spannende Begegnung ist lange ausgeglichen.

Rhynern verliert, Haltern gewinnt und das Derby der Fußball-Oberliga sichert sich der TuS Ennepetal mit dem 2:0 (1:0) gegen die TSG Sprockhövel – und klettert damit einen weiteren Platz nach oben, auf den dritten Rang. Bei nur einem Zähler weniger als Haltern. Spitzenreiter Schalke II ist mehr oder mindern der restlichen Liga enteilt.

Ennepetal offensiv eingestellt

Die Begegnung im Bremenstadion hielt, was es im Vorfeld versprochen hatte. Beide Mannschaften kamen ohne irgend ein Abtasten aus, gingen sofort in die Vollen. Wobei Ennepetals Trainer Alexander Thamm seine Jungs offensiv eingestellt hat. Formell hatte er mit Nuel, Bollmann, Hausmann und Yasar eine Viererkette aufgeboten. Doch US-Boy Nuel war kaum in der Abwehrreihe zu finden, sorgte immer wieder für Offensivdrang. Und vorne hatten Nettersheim und Drepper sowieso, aber auch Tunc die Maßgabe für Gefahr zu sorgen. Da auch Dosedal sich nach vorne orientiert, gab es für die gastgebenden Ennepetal quasi eine Viererkette im vorderen Bereich. Mit Nuel manchmal gar eine Fünferkette. Damit mussten die Gäste aus Sprockhövel um ihrem Kapitän Tim Oberdorf, der einst in der Jugend vom TuS Ennepetal spielte, erst einmal zurecht kommen.

Neben Oberdorf hatten in der defensive Reihe der Schützlinge von TSG-Trainer Andrius Balaika noch Budde, Bulut und Antwi-Adjej, ebenfalls ein ehemaliger Jugendspieler vom Bremenstadion, Schwerstarbeit zu verrichten. Immer wieder kamen die Ennepetal vors Gäste-Gehäuse, bestimmten weitestgehend die Partie.

Doch zu übermächtig wurden die Thamm-Mannen nicht. Sprockhövel wusste gefährliche Nadelstiche zu setzen, hatte auch die ersten gefährlichen Chancen. So Ülker, die nie wirklich in den Griff zu bekommen ist, knallte den Ball per Kopf gegen den Pfosten – nachdem TuS-Keeper Weusthoff das Leder abgelenkt hatte (10.).

Mit zunehmender Spieldauer wurden auch die Ennepetaler gefährlicher. Nuel (20.) und Dosedal (28.) hatten Möglichkeiten für Ennepetal. Andererseits aber erneut Ülker für Sprockhövel, der diesmal in Bollmann seinen Meister fand. Ansonsten fand viel im Mittelfeld statt, hier hatte Ennepetal ein leichtes Übergewicht.

Sprockhövel erhöht Druck

Nach der Pause erhöhten die Gäste den Druck, spielten aggressiver und offensiver. Andrius Balaika hatte Bulut aus der Abwehrreihe mehr nach vorne beordert, das wirkte sich in der optischen Überlegenheit aus. Ennepetal wurde hinten rein gedrängt.

In der Schlussphase gab es ein Chancen-Festival, das seines gleichen sucht: Drepper nach Nettersheim-Pass (84.), Drepper nach einer Kombination von Nuel und Nettersheim (85.), Oberlies nach Zuspiel von Drepper (88.). Für Sprockhövel scheiterten Oberdorf an Weusthoff (86.), Bollmann stand Krafft im Wege (89.), Dytko, der überragende Spieler der Gäste kann Weusthoff nicht überwinden (89.). Drei Chancen pro Mannschaft, die jede für sich für jeweils einen Treffer gut waren.

Schließlich war es der gerade eingewechselte Oberlies, der nach uneigennützigem Zuspiel von Nettersheim zum 2:0 traf.


Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis

Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.

Autor: Heinz-G. Lützenberger

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