Ennepetal ist wieder fast komplett

01.12.2018
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In der vergangenen Saison verlor der TuS Ennepetal – hier Simon Rudnik – mit 0:3 gegen den FC Gütersloh. (Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de)

Kapitän El Youbari fehlt, unklar ist Einsatz von Dosedal zum Gastspiel beim FC Gütersloh. Klutertstädter selbstbewusst, aber mit viel Respekt.

„Wir freuen uns so richtig auf dieses Spiel, fahren aber auch mit dem nötigen Respekt dort hin“, sagt Alexander Thamm, Trainer des Fußball-Oberligisten TuS Ennepetal, vor dem sonntäglichen Gastspiel beim FC Gütersloh. Und Thamm will nicht wirklich etwas davon wissen, dass seine Jungs als Tabellenvierter favorisiert beim Vorletzten antreten.

17 Teams auf Augenhöhe

„Ich wiederhole mich, aber in dieser Oberliga sind es halt 17 Mannschafte, die auf Augenhöhe sind“, sagt der Ennepetaler Trainer. „Da werden wir auf keinen Fall mit einer Einstellung hinfahren, dass wir ein leichtes Spiel mit einem leichten Sieg haben werden. Diese Einstellung wäre ein großer Fehler. Den darf keiner in dieser Liga machen.“ So verweist Alexander Thamm auf die gute Vorbereitung und die Ambitionen der Ostwestfalen. Ambitionen, denen Gütersloh derzeit hinter her läuft. Eine Vorbereitung, die Aufhorchen ließ, in der die Mannschaft zwei Regionalligisten besiegt hat. „Das sollte uns Warnung genug sein“, so Thamm. „Es gibt auch das Beispiel Westfalia Herne, die keiner zu Beginn der Saison am Tabellenende vermutet hätte.“ Für den Ennepetaler sind dies alles deutliche Indizien, keine Mannschaft der Oberliga zu unterschätzen.

Überdies hat sich Gütersloh vor der Totensonntag-Pause mehr als achtbar gegen den Dritten TuS Haltern geschlagen. Zwar mit 0:2 verloren, doch erst nach etwa einer Stunde den ersten Gegentreffer per direktem Freistoß kassieren müssen. Thamm: „Gütersloh hat sehr gut dagegen gehalten. Wir müssen also aufpassen.“ Aufpassen auf einen Sturm, der mit eher kleinen, aber quirligen Spielern besetzt ist. Aufpassen auf eine Abwehr, in der Thamm „drei bis vier Türme“ als Spieler ausgemacht hat. Ein hartes Stück Arbeit, vor allem aber viel Laufarbeit kommt auf die Ennepetaler Offensive zu.

Im Sommer Interesse an Manstein

Herausheben aus der Mannschaft, die aus einer kompakten Defensive heraus agieren wird, will Alexander Thamm keinen. „Dazu sind alle Spieler zu gut, spielen sehr kompakt“, so der Trainer. Doch mit Tim Manstein kennt er einen Gastgeber-Akteur besonders gut. Der defensive Mittelfeldmann stand noch im Sommer auf der Wunschliste der Ennepetaler. Da sich der 29-Jährige beruflich nach Gütersloh orientiert hat, ging er im Heidewald-Stadion zu Gütersloh an Bord. „Ein toller Spieler. Ich kenne ihn noch aus Wuppertaler Zeiten“, sagt Andreas Thamm.

Hohe Trainingsbeteiligung

Dennoch: Ennepetal reist durchaus selbstbewusst an, will einen weiteren Dreier einfahren. „Wir wollen in erster Linie Spaß haben. Und mit Erfolg macht der Fußball halt noch mehr Spaß“, sagt Thamm, der auf den Dauerverletzten Abudulah El Youbari verzichten muss. Unklar ist, ob Tim Dosedal wieder bereit sein wird. Nach seiner Zerrung im Oberschenkel ist er wieder ins Training eingestiegen. Ob er zum Kader stoßen kann, wird sich nach dem Abschlusstraining zeigen.

Apropos Training. Alexander Thamm ist ausgesprochen zufrieden mit dem Engagement seiner Schützlinge. „Obwohl wir spielfrei hatten, hatten wir eine Trainingsbeteiligung von 95 Prozent. Das ist irre, und das kenne ich bei spielfreien Wochenende auch anders“, lobt Thamm.


Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis

Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.

Autor: Heinz-G. Lützenberger

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