Ennepetal zu Gast bei den Sportfreunde Siegen

09.11.2018
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Vor ziemlich genau einem Jahr besiegt TuS Ennepetal die SF Siegen mit 3:2 – hier bejubeln die Klutertstädter die 2:0-Führung, die Kapitän Abdulah El Youbari (2.v.r.) erzielt hat. (Foto: Jens Pommerenke / AirPictures.de)

Jecker Trainer Alexander Thamm möchte mit drei Punkten von den Sportfreunde Siegen zum Sessionsauftakt am 11.11. um 11.11 Uhr. Anstoß ist um 20 Uhr.

Der kommende Sonntag ist für viele Menschen ein besonders Datum, fängt eine besondere, die fünfte Jahreszeit an. Der Elfte im Elften – wenn um 11.11 Uhr der Karneval beginnt. Alexander Thamm gehört zu den Menschen, die jeck sind. Und für den Trainer des Fußball-Oberligisten TuS Ennepetal wäre der Sessionsauftakt in Köln umso schöner, wenn er mit weiteren drei Punkten im Gepäck feiern kann. Und diese drei Punkte können am heutigen Freitagabend bei den Sportfreunde Siegen eingefahren werden.

Ennepetal sieben Spiele unbesiegt

Dass der TuS Ennepetal favorisiert im alt-ehrwürdigen Leimbachstadion auflaufen wird, daran kann es keinen Zweifel geben. Allein die Statistiken sprechen für die Klutertstädter. So nehme man den 16. September 2018. An diesem Sonntag gelang den Sportfreunde Siegen der letzte Sieg mit dem 3:2 gegen Ahlen. Sieben Spiele mit drei Remis und vier Niederlagen folgten. Anders der TuS Ennepetal, der an jenem Sonntag mit dem 1:3 gegen den unangefochtenen Spitzenreiter FC Schalke 04 II die bisher letzte Niederlage kassiert hat. Zwei Remis und fünf Siege in Serie folgten. Weitere statistische Spielereinen wären noch die Partien der vergangenen Wochen: Denn Schermbeck gewann gegen Haltern mit 1:0, Haltern gewann mit 7:0 gegen Siegen, Ennepetal besiegte Schermbeck mit 5:0. Und Ennepetal gegen Siegen?

Doch von all’ der Statistik will Thamm nichts wissen. Klar, er weiß, dass SF Siegen derzeit mit großen personellen Problemen zu tun hat. Während der bisher gesamten Saison hat der Tabellenzehnte nie auf den kompletten Kader zurück greifen können. Aktuell fehlen unter anderem mit Kapitän und Spielmacher Björn Jost sowie Routinier Marco Beier (wiederholt ein Kreisbandriss) zwei wichtige Stützen der Mannschaft um Trainer Dominik Dapprich.

Das Ennepetaler Pendant schätzt die weiteren Spieler des Kaders aus Siegen. „Ein junge, mutig Truppe. Und die vergangenen Ergebnisse von Siegen machen es uns schwieriger. Wir wissen nicht, was uns erwartet“, so Thamm.

Und in der Tat wird sich erst Freitagabend zeigen, wie sehr die jüngste 0:7-Klatsche gegen Haltern gerade auf die jungen Spieler wirkt. Wie sie beeindruckt sind, ob sie das abschütteln können. Überdies wird sich zeigen, wie SF Siegen reagiert. Mit dem Angriff als beste Verteidigung, mit einer starken Defensive. „Wer weiß, ob sie einen Bus vors eigene Tor stellen“, malt Alexander Thamm bildlich eine starke Defensive der Gastgeber aus.

So oder so wollen die Ennepetaler das eigene Spiel aufziehen. Wie es genau aussehen wird, wird sich nach den ersten Minuten zeigen. „Wir müssen den Spagat hinbekommen, dass wir unser eigenes Spiel machen, aber auch gescheit darauf reagieren, wie der Gegner sich aufstellt“, so Thamm, der in seinen Akteuren fußballerisch intelligente Spieler sieht, die situativ reagieren können. Schnell reagieren können.

Alexander Thamm hat seinen kompletten Kader zur Verfügung – ohne den dauerverletzten Kapitän Abdulah El Youbari. Thamm nimmt auch alle 22 Spieler mit auf die Reise ins Siegerland – auch eine Form von Teambuilding. Wer schließlich wo spielt, wird sich kurzfristig entscheiden.


Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis

Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.

Autor: Heinz-G. Lützenberger

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