Ennepetal grüßt weiter von oben

26.08.2019
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Abdulah El Youbari jubelt über Platz eins mit dem TuS Ennepetal. (Foto: Marinko Prša / Westfalenpost)

Per Fallrückzieher in’s Glück: Dank dem US-Amerikaner Sevag Kherlopian kommt der TuS Ennepetal zu einem ungefährdeten 3:0-Sieg in Hamm.

Eigentlich hatten sich beide Mannschaften schon mit einem torlosen Remis zur Halbzeit abgefunden. Nur Sevag Kherlopian nicht. Der US-Amerikaner legt sich nach einer Flanke von Florian Gerding quer in die Luft und nimmt den Ball per Fallrückzieher direkt – und hämmert ihn anschließend in die Maschen. Das Traumtor von Kherlopian war dabei nur der Anfang, denn mit der Führung im Rücken baute der Fußball-Oberligist TuS Ennepetal diese in der zweiten Halbzeit weiter aus. Am Ende stand ein 3:0 (1:0)-Sieg bei der Hammer Spielvereinigung – womit die Ennepetaler weiter ungeschlagen an der Tabellenspitze stehen.

Nach dem Spiel hatte Alexander Thamm richtig gute Laune, der Trainer vom Tabellenführer der Oberliga scherzt, wenn er auf das Tor von Kherlopian angesprochen wird. „Für meinen Geschmack war der zu zentral“, sagt Thamm und lacht schelmisch. Natürlich meint er das nicht ganz ernst, auch ihm ist bewusst wie wichtig der Treffer für den weiteren Spielverlauf war. Denn bis zum magischen Moment von Kherlopian begegnen sich beide Teams auf Augenhöhe. Gefährlich wird es aber meistens nur vor dem Tor der Hammer.

Gallus scheitert knapp

Beispielsweise in der 15. Spielminute, als sich Robin Gallus nach einem abgeblockten Freistoß ein Herz fasst und den Nachschuss mit Gewalt knapp über das Tor haut. Sieben Minuten später können die Gastgeber den Ennepetaler Kapitän El Youbari in letzter Sekunde noch vorm Abschluss nach einem Konter abhalten. Ansonsten passiert nicht viel, beide Teams neutralisieren sich. Bis Kherlopian zu schlägt.

Im zweiten Spielabschnitt lief dann einiges gegen die ohnehin schon gebeutelten Gastgeber. Im Sommer mussten die Hammer einige Leistungsträger gehen lassen, was sich vor allem in der Vorwoche bei der 0:5-Niederlage in Rheine zeigte. In der Pause musste dann auch noch Kapitän Nils Kisker verletzt vom Feld. „Das kann für uns auch noch einmal gefährlich werden“, sieht Thamm darin allerdings keinen Vorteil für sein Team.

Doch die Sorge sollte sich als unbegründet herausstellen, denn sein Team bestrafte das risikoreiche Hammer Spiel eiskalt. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf legte Dennis Drepper quer in den Strafraum und bediente Kherlopian, der im Nachschuss ins leere Hammer Tor traf (59.). Wenige Momente nach dem 2:0 jubelte der US-Amerikaner erneut, doch sein drittes Tor an diesem Tag wurde aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht gegeben.

Weusthoff leicht angeschlagen raus

Den Deckel auf den dritten Saisonsieg der Ennepetaler machte dann aber Christian Hausmann, der in der 83. Spielminute nach Vorlage vom überragenden Kherlopian aus 18 Metern unhaltbar versenkte. In den Schlusssekunden gab es dann auch noch ein Debüt: Zugang Florian Schneider kam für die letzten Augenblicke der Partie zu seinem ersten Momenten in der Oberliga. Stammtorwart Marvin Weusthoff musste den Platz leicht angeschlagen verlassen.

Der Schlussmann wird aber am Mittwoch im Pokal gegen Herne einsatzbereit sein. Auf den Ligakonkurrenten treffen die Ennepetaler in der zweiten Runde im Westfalenpokal.



Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis
Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.
Autor: Heinz-G. Lützenberger
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