Ennepetal erobert die Spitze zurück

30.09.2019
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In der 73. Minute eingewechselt, in der 78. Minute markiert er den 3:1-Endstand: Nils Nettersheim. (Foto: Marinko Prša / Westfalenpost)

„Spitzenreiter, Spitzenreiter – hey, hey“, hallte es durch die Kabine. Der TuS Ennepetal hat Platz eins der Fußball-Oberliga zurück erobert.

Der TuS Ennepetal hat die Tabellenspitze der Fußball-Oberliga zurück erobert – thront punktgleich mit Liga-Neuling RSV Meinerzhagen auf dem Platz an der Sonne. Eine starke Leistung in einem starken Spiel führte zum 3:1 81:0)-Sieg gegen Preußen Münster II. Und weil Ahlen zeitgleich in Sprockhövel verlor, klettern die Klutertstädter auf Platz ein.

Breiter Kader ein Grund für Erfolg

Als einen der Gründe für die starke Leistung, für dies in den ersten acht Spieltagen gebrachte Konstanz führt Trainer Alexander den breiten Kader an. „Wir haben fast jede Position doppelt, teilweise auch dreifach gleichwertig besetzt“, so der Coach. Beispiel Sturmzentrum. So hatte Nils Nettersheim lange nicht spielen können, war in der Rekonvaleszenz wegen seiner Knie-Verletzung. „Man hat im Training gemerkt, wie er brennt“, so Alexander Thamm. Und als er in der 73. Minute kam, kam das, was beim Trainer als „goldenes Händchen“ bezeichnet wird. Nettersheim kam, sah und traf – zum Endstand. Möglicherweise kam dem Stürmer entgegen, dass Münster kurz zuvor seinen Keeper auswechseln musste. Marian Prinz musste mit einer Verletzung am Oberschenkel raus, Lukas Schell kam rein, ordnete die Abwehr und Nettersheim köpfte eine Klasse-Flanke von Deniz Yasar ins Netz. Eine Szene wie fürs Lehrbuch geschaffen.

Das schönste Tor des Tages erzielte allerdings Robin Gallus. Marke „Tor des Monats“ war es, als sich der offensive Mittelfeldspieler kurz nach dem Seitenwechsel ein Herz fasste, wenige Meter vor dem Strafraum stehend mit links abzog und der Ball ziemlich genau in den Winkel landete – unhaltbar für Prinz. Selbst in der gering besetzten Kulisse war ein Raunen deutlich hörbar. „Stadionsprecher Marc Schulte annoncierte schließlich begeistert „das Hammer-Tor durch unsere R G 19, Robin Gallus mit der Rückennummer 19!“

Insgesamt lieferten sich beide Mannschaften ein hochklassiges temporeiches Spiel. Vor der Pause hatte Ennepetal leichte Vorteile, die auch im verdienten 1:0-Pausenstand mündete. Servag Kherlopian hatte Ibrahim Lahchaychi klasse bedient, dieser hatte kaum Mühe, das Leder im gegnerischen Netz zappeln zu lassen (29.).

Ennepetal mit offensive Viererkette

Überhaupt hatte Ennepetal stark offensiv angefangen. Thamm hatte vorne quasi eine Viererkette mit El Youbari, Kherlopian, Drepper und Lahchaychi auflaufen lassen. Münster II musste dies erst einmal beantworten, kam allerdings immer besser ins Spiel. Nach dem Seitenwechsel bauten die Gäste mehr Druck auf, lösten die defensive Vierer- in einer Dreierkette auf. Doch erst Nicolai Remberg wusste dies fürs zwischenzeitliche 2:1 (56.) auszunutzen. Wobei in dieser Phase des Spiels die Ennepetaler Defensive alles andere als geordnet war. Denn Remberg stand innerhalb des Strafraums sträflich frei, hatte keine Mühe für den Anschlusstreffer.

Schließlich kehren die Ennepetaler wieder in die Erfolgsspur zurück – verdient. Und die Spieler feierten die Rückkehr an die Tabellenspitze lautstark . . .



Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis
Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.
Autor: Heinz-G. Lützenberger
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