Ennepetal empfängt Schermbeck

02.11.2018
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Wie man 6:3 gegen Schermbeck gewinnen kann, weiß Nils Nettersheim. Er war wie Gerding, Weusthoff, Hausmann und Bollmann dabei, als die Ennepetaler mit diesem Ergebnis im November 2015 die Oberhand behielten. (Foto: MiSch / Westfalenpost)

TuS Ennepetal erwartet am Sonntag einen großen Teil aus der „Konkursmasse“ vom SC Hassel. Gäste geben mit 1:0 gegen Haltern Schützenhilfe.

Die Serie ist imposant, lässt den TuS Ennepetal auf Platz zwei der Fußball-Oberliga verweilen. Sechs Spiele in Folge ohne Niederlage, die letzten vier Spiele sogar ohne Gegentreffer gewonnen. Das darf gerne am Sonntag so weiter gehen. Doch gegen Neuling SV Schermbeck wird es im Bremenstadion schwer – wie in den Spielen zuvor übrigens. „Wir müssen auf der Hut sein“, warnt auch Alexander Thamm, Trainer der gastgebenden Klutertstädter.

Schließlich ist Schermbeck nicht irgendeine Mannschaft, die aufgestiegen ist, von der Aufstiegs-Euphorie lebt, sich dennoch erst an die neue Umgebung, die neuen Spielweisen der höheren Liga gewöhnen muss. Denn die Mannschaft um Trainer Thomas Falkowski, den Thamm seit über zehn Jahren kennt und schätzt, hat einen großen Stamm an „gestandenen Oberliga-Spielern“, wie es der Thamm ausdrückt. Denn Schermbeck hat von der Insolvenz des ehemaligen Oberligisten SC Hassel profitiert. Kein Wunder, war Thomas Falkowski selbst beim SCH unter Vertrag, als es in die Pleite ging, hat etliche Spieler mit nach Schermbeck lotsen können.

Schalkes „dreckiger Sieg“

Der Klub aus Gelsenkirchen war in der vergangenen Saison in der Oberliga zwar angetreten, musste ähnlich wie der VfB Marl-Hüls vorzeitig die Segel streichen. Aus der 18er-Liga wurde eine Spielklasse mit 16 Mannschaften – und die Abstiegsfrage war sehr früh in der Saison beantwortet.

Dass Schermbeck eine Respekt einflößende Mannschaft sein kann und auch ist, hat sie jüngst beweisen, als sie zum einen gegen den Liga-Primus Schalke II antrat und sich bei der 0:2-Niederlage klasse verkaufte. S04-Trainer Torsten Fröhling sprach der Begegnung anerkennend von einem „dreckigen Sieg“, den man auch mal einfahren müsse. Es folgte der 1:0-Sieg gegen Haltern – denn nunmehr ehemaligen Zweiten. Damit hatte Schermbeck den Ennepetalern quasi die Schützenhilfe für den Sprung auf Rang zwei gegeben.

Dass es weitere Geschenke aus Schermbeck geben wird, damit ist nicht zu rechnen. Damit rechnet auch keiner im Ennepetaler Lager. „Wir müssen wie immer hochkonzentriert in die Partie gehen“, so fordert Alexander Thamm. „Schermbeck hat mit Marc Schröder einen erfahrenen Spieler, der mit Wucht in den Sturm kommen kann.“ Überdies genießt Keeper Cedric Drobe allergrößten Respekt, weil er „ein sehr guter fußballerischer Torwart ist, der immer für eine gefährliche Spieleröffnung gut ist“, so Thamm weiter. Überhaupt sei Schermbeck ein eingeschworener Haufen, der sehr unberechenbar spielen kann.

Thamm selbst kann aus dem Vollen schöpfen. Kapitän Abdulah El Youbari ist weiterhin verletzt, hat es gar einen Gipsfuß verpasst bekommen. Dazu fehlt Martin Williams, der nach fünfter Verwarnung gesperrt ist.


Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis

Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.

Autor: Heinz-G. Lützenberger

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