Ein Duell mit dem Ex-Kollegen

01.10.2020
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Alexander Thamm tritt mit dem TuS Ennepetal beim TuS Haltern an. Der Gegner wird von Timo Ostdorf trainiert. Beide kennen sich lange und spielten auch schon zusammen. (Foto: Michael Scheuermann)

Es ist lange her, dass Alexander Thamm und Timo Ostdorf die gleichen Trikotfarben getragen haben. Im Juli 2007 wechselten beide zur Spvgg. Erkenschwick. Thamm zog nach einem halben Jahr Richtung Schalke II weiter, Ostdorf blieb bis 2014. Am Donnerstagabend treffen beide als Trainer in der Oberliga Westfalen aufeinander.

Heute um 19.45 Uhr empfängt der TuS Haltern, mit Timo Ostdorf an der Seitenlinie, den TuS Ennepetal. Alexander Thamm freut sich auf das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Mit- und Gegenspieler. „Wir kennen uns über Jahre und wir schätzen uns. Wir haben uns auch schon für nach dem Spiel auf ein Bierchen verabredet“, verrät Thamm, aber er betont: „Vorher geht es natürlich erstmal auf dem Platz um den Sieg.“

Top-Saisonstart für den TuS

Und auf dem grünen Rasen haben beide Teams nichts zu verschenken. Ennepetal ist nach dem Top-Saisonstart mit elf Punkten aus fünf Spielen heiß auf weitere Punkte, Haltern hingegen will nach der unglücklichen 1:2-Niederlage gegen die TSG Sprockhövel eine Reaktion zeigen.

Thamm ist nach den ersten fünf Partien sehr zufrieden mit der Punkteausbeute, sieht aber auch noch großes Verbesserungspotenzial bei seiner Mannschaft. Vor allem stört den Coach, dass Ennepetal in vier von fünf Saisonspielen in Rückstand geraten ist und bisher noch nicht zu null gespielt hat. Doch er sieht auch das Positive an diesen Entwicklungen: „Die Mannschaft kämpft füreinander. Wir fallen nach Rückständen nicht in unsere Einzelteile zusammen.“

Gegen Haltern würde Thamm trotzdem gerne sehen, wie seine Mannschaft eine Führung erspielt und die Partie kontrolliert. Denn auf dem Papier habe seine Mannschaft den etwas besseren und breiteren Kader, meint der 37-Jährige.

Zweimal Vollgas gefordert

Das ist besonders in Englischen Wochen ein Vorteil. Nach dem Haltern-Spiel kommt am Sonntag um 15 Uhr Victoria Clarholz ins Bremenstadion. Muss der Trainer daher rotieren? „Rotation – das klingt immer so ein bisschen wie Monopoly“, sagt Thamm. „Klar gucken wir welche Beine und Köpfe frisch sind und wer wie lange arbeiten muss. Den Weitblick haben wir natürlich schon. Wir wollen und müssen diese Woche zweimal Vollgas geben. Aber wir haben ja die letzten Spiele auch nicht immer mit der gleichen Elf gespielt.“

Thamm freut sich über seinen großen und ausgeglichenen Kader. Bei Blessuren muss er kein Risiko eingehen, sondern hat gute Alternativen auf der Bank. Apropos Bank: Die könnte aus Sicht des Trainers wichtig werden: „Auch Spieler, die erst ab der 60. Minute reinkommen, können entscheidend sein“, betont Thamm.

Haltern hat Eckpfeiler gehalten

Auf der Gegenseite sieht er eine Mannschaft, die nach dem freiwilligen Rückzug aus der Regionalliga West stark verändert wurde. „Der eine oder andere Eckpfeiler wie Tim Forsmann, Stefan Oerterer oder Nils Eisen ist ihnen aber geblieben“, weiß Thamm. Obwohl er seine Mannschaft stärker einschätzt, erwartet Thamm ein Duell auf Augenhöhe, „wie fast immer in dieser Liga.“ Entscheidend sei aber sowieso „was wir auf den Platz zaubern.“

Weniger entscheidend ist da aus Thamms Sicht, wer an der Seitenlinie steht. Dass es auf der Gegenseite ein ehemaliger Mannschaftskollege ist, will der TuS-Trainer daher nicht zu hoch hängen. Er sagt über Ostdorf: „Timo ist sehr emotional, sehr leidenschaftlich. Die Oberliga ist natürlich noch neu für ihn, aber er hat schon eine gewisse Routine als Trainer. Es wird sicher lautstark an der Linie werden.“ Das Bier gibt es dann nach dem Spiel.


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Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis

Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.

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