Drei Gegentore sind zuviel

23.09.2019
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Marvin Weusthoff schaut bedient dem Ball im Tor hinterher. Gleich drei Tore schluckt Ennepetals Torwart in Holzwickede. (Foto: Marinko Prša / Westfalenpost)

Fußball-Oberliga: Ennepetal unterliegt erneut und gibt die Tabellenführung damit ab. TuS gleicht zwei Mal aus und verliert durch ein Tor in der Nachspielzeit trotzdem.

Nachdem die Ennepetaler in der vergangenen Woche gegen den SC Westfalia Herne ihre erste Saisonniederlage verkraften mussten, wollte die Oberligamannschaft um Trainer Alexander Thamm mit der gestrigen Partie in Holzwickede wieder zurück in die Erfolgsspur gelangen und den Fokus auf die Verteidigung der Tabellenführung setzen. Dieser Plan ging allerdings nicht auf. Ganz im Gegenteil: In einer hart umkämpften Auseinandersetzung mussten sich die Klutertstädter dem SC aus Holzwickede mit 3:2 (1:1) geschlagen geben und kassierten direkt die nächste Saisonpleite.

Kherlopian knapp im Abseits

„Die Zuschauer konnten ein sehr gutes Oberligaspiel sehen, bei dem keine Mannschaft wirklich überlegen war”, so Trainer Thamm über die chancenreiche Partie, welche durch zahlreiche Pfostentreffer problemlos noch mehr Tore verdient gehabt hätte. Der Spielverlauf symbolisiert Spannung über 90 Minuten: Bereits in der neunten Minute jubelten die Ennepetaler das erste Mal, als US-Boy Sevag Kherlopian einnetzte. Die Arme gingen jedoch schnell wieder runter, denn der TuS-Stürmer stand im Abseits. Besser machte etwas später sein Gegenüber: So war es Holzwickedes Spitze Marcel Reichwein der die Gastgeber in der 22. Minute per Elfmeter in Führung brachte. Ein Spielstand, der bis dahin nicht unverdient war, da Ennepetals Schlussmann Marvin Weusthoff in der Anfangsphase einige gute Gelegenheiten der Holzwickeder parieren konnte.

Eine Viertelstunde später glich jedoch Christian Hausmann für den Tabellenführer aus Ennepetal aus und machte das Ergebnis dem letztendlich ausgeglichenen Spielverlauf der ersten Hälfte gerecht. Nach der Pause ließ der nächste Treffer allerdings nicht so lange auf sich warten. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff traf Mirco Gohr zum 2:1 und gab den Hausherren Hoffnung, die kleine Sensation perfekt zu machen.

Da muss eben der Kapitän höchstpersönlich ran: Nach Vorlage von Torschütze Hausmann tanzte TuS-Spielführer Abdulah El Youbari den HSC-Keeper aus und schob in der 62. Minute zum erneuten Ausgleich ein. Jetzt waren es die Ennepetaler, die wieder hoffen konnten, den Spielstand noch zu ihres Gunsten drehen zu können. Trainer Alexander Thamm wechselte noch ganze drei Mal, um neue Akzente zu setzen, es schien jedoch beim spielgerechten 2:2 zu bleiben.

Deifuß staubt zum Sieg ab

Bis zur letzten Minute. Denn dann kam es wie es kommen musste: In der dritten Minute der Nachspielzeit staubt der eingewechselte Jona Deifuß nach einer Standardsituation zum 3:2 Endstand ab und beschert den Holzwickedern, die aus dem Jubeln fast nicht mehr raus kamen, den zweiten Saisonsieg.

Auf der gegnerischen Seite ein herber Rückschlag: „Natürlich ist der Ausgang des Spiels am Ende für uns sehr unglücklich. Trotzdem darfst du in so einem Spiel keine drei Tore kassieren”, so Thamm zusammenfassend. Der TuS gibt damit die Tabellenführung ab und steht jetzt einen Punkt hinter RW Ahlen und Preußen Münster II. An den Münsteranern kann aber schon am nächsten Spieltag im direkten Duell vor heimischer Kulisse vorbeigezogen werden, und so schaut Thamm fokussiert nach vorne: „Wir konzentrieren uns in erster Linie auf die nächste Aufgabe.”



Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis
Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.
Autor: Jan Kumpmann
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