Der lange Weg aus der Jugend in die Senioren

09.01.2019
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von Lukas Brechtefeld

Aus unserer letztjährige U19 sind zunächst Leon Glania, Edin Krasniqi, Linus Frölich, Mirnes Sabic und Berke Tombul in unseren Seniorenbereich – also U23 und erste Mannschaft – übernommen worden. Alle erhielten die Chance, sich in der Vorbereitung bei der ersten Mannschaft unserem neuen Trainer Alexander Thamm zu zeigen. Von Berke Tombul hat sich der Verein getrennt. Linus Frölich, Mirnes Sabic und Leon Glania sind nun Bestandteil des Oberliga-Kaders, Edin Krasniqi gehört der U23 an.

Linus Frölich hat fast die ganze Jugend über bei BW Voerde gespielt. Bei ihm stand lange der Spaß und das Spielen mit seinen Freunden im Vordergrund. Dann aber bekam er einen neuen Trainer, der ihn dazu gebracht hat, nach höheren Zielen zu streben. „Ab der B-Jugend hatte ich einen neuen Trainer, dem habe ich es zu verdanken, dass ich motiviert war, höher zu spielen“, so Linus. In seinem letzten Jahr bei BW hat er in der A-Jugend als Jungjahrgang in der Kreisliga B gespielt. Dort wurde er mit einem Team letztendlich vierter. „Für mich war es nach dieser Saison die letzte Möglichkeit, in der Jugend nochmal höher zu spielen“, erklärt er, sagt, dass er schon vorher mit dem Gedanken gespielt habe, nach Ennepetal zu wechseln. Also ging er zu dem Probetraining unserer U19 und wurde angenommen.

„Dass ich bei Ennepetal gelandet bin, war purer Zufall und Glück“, beschriebt Mirnes Sabic, wie er nach Ennepetal gekommen ist. Vorher lauteten seine Stationen Wetter, Witten und Sprockhövel. Dann habe ein Freund von ihm vorgeschlagen, nach Ennepetal zu gehen, erzählt er. Mirnes selber hat nicht damit gerechnet, es zu schaffen, wurde aber von unserem damaligen U19-Trainer Dirk Werning in die U19 aufgenommen. „Am Anfang war es schwer bei meinen neuen Verein“, schildert Mirnes, so hat er in den ersten Monaten in der Landesliga fast nur auf der Bank gesessen. Außerdem war die erste Saison nicht erfolgreich, endete schließlich auch mit dem Abstieg in die Bezirksliga. „Ich brauchte Zeit, um hereinzukommen. Ich habe kaum gespielt. Als dann Apo im Winter Dirk als Trainer abgelöst hat, habe ich regelmäßig gespielt. Auch in der darauffolgenden Saison habe ich unter Apo fast immer gespielt“, erklärt er.

„Ich wollte zuerst einmal bei der U19 mittrainieren“, erklärt Linus seine ersten Ziele und erklärt, dass er abwarten wollte wie sich alles entwickelt, „zur Not hätte ich in der A2 gespielt, um mich darüber für die U19 zu empfehlen“, erzählt er weiter. Aber schon ab der Vorbereitung hat Linus regelmäßig gespielt, hat sich zum Stammspieler entwickelt. Im Winter wurde das Kapitänsamt neu vergeben. Neuer erster Kapitän wurde Linus. Damals hat Apo das auch mit Linus Einstellung begründet, denn selbst als er verletzt war, ist er mit zu den Auswärtsspielen gefahren, um die Mannschaft zu unterstützen. „Im Unterschied zu Voerde stand in Ennepetal der Fußball mehr im Fokus. Bei Voerde ging es mehr um Spaß“, beschreibt er seine ersten Eindrücke, die er damit ausbaut, dass in Ennepetal das Niveau höher gewesen sei, man auch öfters trainiert habe und er sich so gut entwickeln und verbessern konnte. „Ich konnte mich auch direkt gut einfinden. Mit einigen aus der Mannschaft habe ich schon in Voerde zusammengespielt“, sagt er. Zum Saisonende wusste Linus noch nicht, was er danach machen sollte. Nach dem letzen Spiel bei dem Spax-Cup wurde er einbestellt und hatte ein Gespräch mit dem neuen Trainer der ersten Mannschaft – Alexander Thamm. „Er hat mit mir gesprochen und erklärt, dass er mich gerne in der Vorbereitung dabei haben möchte“, so Linus. So also absolvierte er – wie Mirnes, Edin und Berke – die Vorbereitung bei unserer Oberliga-Mannschaft. „Zwischen Junioren und Herren ist ein großer Unterschied“, erklärt Linus, er sagt: „Zu Beginn war ich im Training sehr nervös. Ich wollte mich zeigen und beweisen. Dann macht man Fehler. Mit der Zeit wurde ich selbstbewusster und habe mich mehr getraut – ich wurde sicherer in meinen Aktionen.

Mirnes sagt: „Am Anfang war es der pure Horror.“ Er resümiert, dass er in jeder Trainingseinheit richtig Gas geben musste, um sich zu zeigen. Die ersten Trainingseinheiten habe er „richtig abgekackt“, so Mirnes. Er glaubt, dass die Verantwortlichen aufgrund eines Spieles, bei dem er als noch A-Jugendlicher bei der U23 ausgeholfen hat, auf ihn aufmerksam geworden sind. So hat er bei dem Spiel Ennepetal gegen Rüggeberg die U23 verstärkt, bei dem auch Thomas Riedel anwesend war. „Ich glaube, dass ihm mein Tempo gefallen hat und dass er sich gedacht hat, dass er mir wenigsten ein Chance geben müsse“, so Mirnes. In der aktuellen Saison sieht für ihn der Alltag so aus, dass er bei der U23 an den Wochenenden Spielpraxis sammelt und bei der ersten Mannschaft mittrainiert. „Ich hoffe, dass ich in der Saison ein wenig bei der ersten Mannschaft spielen darf, das wäre der Hammer. Es wäre auch geil, wenn wir als Mannschaft aufsteigen würden – in die Regionalliga“, formuliert er seine Ziele und Wünsche.