Marvin Weusthoff hält den Sieg fest

15.04.2019
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„Mister Zuverlässig“ Florian Gerding gelingt per Außenrist der schönste Treffer des Nachmittages – zum 2:1 beim Ennepetaler 3:2-Sieg. (Foto: Michael Scheuermann / Westfalenpost)

Zehn Spielen in Folge ohne Sieg folgt das 3:2 (1:0) für den TuS Ennepetal gegen FC Brünninghausen. Gerding markiert schönstes Tor des Spiels.

Die Erleichterung war riesig, die Freude groß, die Umarmung von Trainer Alexander Thamm und Sportlichem Leiter Thomas Riedel besonders innig. Nach zehn sieglosen Spielen in Folge hat der Fußball-Oberligist TuS Ennepetal den ersten Sieg gefahren. Mit 3:2 (1:0) behalten die Klutertstädter gegen den abstiegsbedrohten und stark ersatzgeschwächten FC Brünninghausen die Oberhand.

Doch fast hätten nur wenige Sekunden den Ennepetalern zum Glück gefehlt. Denn nachdem die Gäste aus Dortmund zum 3:2 aufgeholt hatten, wurden sie auch wieder stärker, rissen mehr und mehr das Geschehen an sich. Auch mit freundlicher Unterstützung des Gastgebers, der hier und da leichtsinnige Fehler einstreute. So eben in der dritten Minute der Nachspielzeit, als Brünninghausen zu einem weiteren Solo eingeladen wurde. Tim Dudda, der hochgewachsene ehemalige Sprockhöveler Spieler, angelte sich innerhalb des Strafraums das Leder. Er zog ab, Ennepetals Keeper Marvin Weusthoff hatte nicht ganz freie Sicht, dennoch wusste er den Ball sicher in den Armen zu halten. Bereits zwölf Sekunden waren jetzt über die Zeit gespielt, als endlich Schiedsrichter Philip Holzenkämpfer die Partie beendete.

Weusthoff wäre fast zum tragischen Helden des Nachmittages geworden. Der Mann, der als einer der besten, wenn nicht gar als der beste Keeper der Liga gilt, hatte einen nicht ganz unbedeutenden Anteil am Gegentreffer zum 3:2 (72.). Der ehemalige Ennepetaler Robin Gallus flankte, der Ball wäre eigentlich eine sichere Beute für Weusthoff gewesen. Doch der klatschte den Ball ab, vor die Füße von Nino Saka, der verkürzte. Es wurde wieder spannend. Unnötig spannend.

Zuvor – zumindest in weiten Teilen der zweiten Spielhälfte – war Ennepetal überlegen. Gut, dem 1:1 folgten einige Minuten der Schockstarre im Ennepetaler Lager. Doch daraus wussten sich die Gastgeber nach und nach und effektiv zu befreien. Angriff auf Angriff rollte wieder gen Gehäuse des Gäste-Keepers Alisic Azmir. Allein das Leder wollte einfach nicht im Netz der Dortmunder zappeln.

Das war zunächst nur einmal vor der Pause gelungen. In einem Spiel, in dem allen Akteuren eine gewisse Anspannung anzumerken war, erkämpfte sich Kapitän Abdulah El Youbari eine der vielen Eckstöße für Ennepetal. Nach diesem landete der Ball am Fuß von Botan Mermer an der 16er Grenze, er nahm den Ball an, schoss, traf, eine erste Anspannung fiel von den Ennepetalern ab. „Es war ein tolles Gefühl, endlich wieder mit einer Führung in die Pause zu gehen“, so Thamm.

Keine Befreiung nach dem 1:0

Doch befreit wirkte der Gastgeber nicht. Denn auch Brünninghausen suchte und fand seine Chancen. So zum 1:1, als sich die komplette Abwehr – ansonsten standen Siepmann und Dosedal innen sowie Gerding und Oberlies außen sicher – komplett vernatzen ließ. Schließlich tauchten Arif Et und Florian Gondrum alleine vor Weusthoff auf. Letzterer ließ ihm keine Chance (53.). Es dauerte Minuten, bis sich Ennepetal wieder berappelte. Dann kamen die Momente der Abwehrspieler Gerding und Dosedal. Gerding mit Außenrist markierte nicht nur das 2:1, sondern auch das schönste Tor des Tages (61.). Dosedal erhöhte (64.) Es hätte die Entscheidung sein können. War sie aber nicht . . .



Quelle: Westfalenpost EN-Südkreis
Die Lokalredaktion für den EN-Südkreis mit den neuesten Meldungen aus Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal.
Autor: Heinz-G. Lützenberger
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